Montag, 4. Oktober 2010

Futures 04.10.2010

Nichts besonderes heute, was man erwähnen müsste. Tagesgewinn: 712,50 Euro.



Hier ist die Performance-Historie inklusive einer Übersicht über die Twitter-Signale: Übersicht

Donnerstag, 30. September 2010

Futures 30.09.2010

Heute hat es beinahe eines meiner Zocker-Konten zerlegt. Ich war kurz vor den News um 16.00 Uhr (Consumer Confidence) Short und just in dem Moment, in dem ich den Trade schliessen wollte (Target erreicht aber kein Fill bekommen) schoss der Kurs nach oben. Man sollte dazu bemerken, dass es bei den amerikanischen News häufiger vorkommt, dass die Bewegung schon kurz vor Termin einsetzt.
Eine meiner Positionen mit Stop hat allein ca. 800 Euro Slippage bekommen. Ein schmerzhafter Stop. Die Positionen aus meinem Hauptkonten haben allesamt keine Stops intraday, von daher hat sich dort der Move auch nicht bemerkbar gemacht. Der Gesamtverlust auf den beiden Zockerkonten lag in Summe allein bei 1920 Euro, so dass  ich natürlich ein wenig dankbar bin, dass ich dieses Blogkonto führe, was ich auch heute wieder eng gemonitort und gescalpt habe - das war heute echte Schwerstarbeit mit feuchten Händen.

Nach meinem gestrigen Trading-Post kamen neue Fragen auf zu meinem Stil, Handelsfrequenz, den Instrumenten etc. Ich möchte hier noch nicht im Detail auf alles eingehen, kann aber einige Dinge kurz erläutern:
Wir handeln immer in Zweier-Teams (+Sekretärin). Jeder von uns könnte auch allein handeln, wir müssten  uns dann jedoch anders organisieren bzgl. der Pausen und Handelszeiten, da es nur in dieser Kombination entspannt möglich ist von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr durchgehend zu handeln.
Wir handeln derzeit vier Privatier-Konten und ein Institutionelles, sowie unsere Privat-Konten. Die Kunden-Konten werden kurz- bis mittelfristig gehandelt, die Privatkonten ausschliesslich gescalpt. Das Blog-Konto handel ich allein, je nach Lust und Laune und was der Markt gerade so hergibt. Privat sind wir bei IB und Mirus und handeln über NT, die anderen Konten sind woanders und werden mit CQG und X_Trader gehandelt, Bloomberg steht uns für alles andere zur Verfügung.

Wir handeln für unsere Kunden ausschliesslich Bund und Bonds, privat lieber alle Indizes. Unter den Indizes macht der FDAX ca. 50% unserer Trades aus, ES 30%, 10% 6E und bzw. Forex, der Rest verteilt sich auf NQ und TF. Wen es interessiert kann sich am Ende unseren Tagesverlauf anschauen (Screenshot bis jetzt: 18.10 Uhr, Feierabend ist um 22.00 Uhr)

Das Blog Konto lief heute gut. Tagesgewinn: 1725 Euro.



Hier der heutige Tag gefiltert nach FDAX:



Hier ist die Performance-Historie inklusive einer Übersicht über die Twitter-Signale: Übersicht

Lektion 7 - Einstieg, Ausstieg was ist wichtig?

Einer der aktuellen Trends der Literatur ist die Aussage: "der Einstieg ist unwichtig, auf den Ausstieg kommt es an!". Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Diese Aussage kann ich ohne weitere Angaben und ohne schlechtes Gewissen nur den Ahnungslosen zuordnen.

Es ist klar, dass ich im Fall eines Investments und bei einer langfristigen Anlage nicht so präzise auf den Einstieg achte und meinen Fokus auf den Ausstieg nach einigen Jahren lege. Das ist so als kaufte ich ein Haus: Wenn ich genau dieses Haus haben möchte und weiss, ich wohne darin viele Jahre, dann werde ich nicht viel Zeit für diese Investition verstreichen lassen und hoffen, dass die Zinsen besser werden - nein, ich kaufe recht zügig (Einstieg). Die Art und Laufzeit der Finanzierung sind hier wesentlich wichtiger (Ausstieg).

Kaufe ich aber ein Auto, welches ich i.d.R nicht so lange wie ein Haus besitzen werde sieht es schon ganz anders aus: Hier versuche ich nicht nur nach eine paar Jahren einen guten Wiederverkaufspreis zu erzielen (Ausstieg), sondern ich versuche schon beim Erwerb möglichst günstige Konditionen zu erhalten (Einstieg) - die Gewichtung von Einkauf und Verkauf sind nahezu gleichwertig..

Am extremsten wird es aber bei ganz kurzfristigen Leistungen (Ernährung, Freizeit, etc.). Wenn Ihr mit einer Gruppe in den Zoo geht und es gibt zwei Eishändler (beide ohne Wartezeit mit exakt gleicher Qualität) mit dem Unterschied, der eine ist im Zoo positioniert und verkauft sein Eis für zwei Euro und der andere ist ausserhalb mit einem Eis-Preis von nur einem Euro. Wo kauft ihr wohl das Eis (Einstieg), dass Ihr natürlich auch mit in den Zoo nehmen und auch dort vertilgen dürft (Ausstieg).

Also zusammengefasst: Aussagen zur Wichtigkeit des Ein- und Ausstiegs sind absolut individuell. An den Beispielen habe ich die Abhängigkeit von Wert und Haltezeit dargestellt - es gibt aber noch viel mehr Parameter wie z.B. Chartart, Handelsmethode, Nachrichtenlage, persönliche Einstellung zu Buchgewinnen/-verlusten, etc. die Einfluss auf Ein- und Ausstiege nehmen können.

Warum glauben so viele dieses Aussagen? Das ist recht einfach; denn die meisten Trader machen am Anfang ihrer Karriere die Erfahrung, dass sie permanent unglücklich ausgestoppt werden - sie denken dann natürlich irgendwann, es läge an ihrem Ausstieg/ Stopsetzung. Das ist natürlich Blödsinn, da man einen Trade als Ganzes sehen muss und logischerweise gibt nicht nur zu jedem Einstieg einen besseren Ausstieg, sondern es gibt natürlich zu jedem Ausstieg auch einen besseren Einstieg.
Jetzt kommt's :-) (wer es nicht versteht einfach alles noch mal lesen) :  
Das Problem liegt in der menschlichen Natur, der Meinung zu sein, es ist leichter die Zukunft zu beeinflussen als die Vergangenheit - aber ist das wirklich so? Es ist eine philosophische Frage und sich die Antwort zu erarbeiten ist ein wichtiger Schritt zum erfolgreichen Trader.

Mittwoch, 29. September 2010

Futures 29.09.2010 - mal anders und mehr Info ...

Ich habe heute ganz anders getradet als sonst, was daran lag, dass ich heute viel Zeit hatte und mich nach einem intensiven Mailaustausch mit einem Leser veranlasst sah, darzustellen, dass es egal ist in welchem Zeitfenster ich handle, solange es kurzfristig ist. Insbesondere wurde von mehreren kritisiert, dass ich in letzter Zeit zu unregelmäßig trade - hierzu muss ich ganz klar sagen, dass ich grundsätzlich nur dann trade, wenn ich etwas Gutes sehe und es ist absolut normal, dass man in manchen Phasen keine guten Einstiege findet (ja ... richtig! Einstiege: Die sind nämlich viel wichtiger als die Ausstiege! Aber dazu später mehr in einem anderen Artikel :-) ).

Natürlich trade ich sonst anders als hier im Blog. Ich handle das FDAX-Unterkonto nebenbei, mit nur geringer Aufmerksamkeit, von daher erlebt man nur wenige Trades, von denen ich allerdings behaupten möchte, dass sie nach meinen persönlichen Stil in gleicher Art und Weise ausgeführt werden wie die hauptberuflichen. Dem einen oder anderen sollte vielleicht auch klar sein, dass ich nicht ausschliesslich mit Ninja handle, weil ich dort zum Teil nicht schnell genug ordern kann (auch nicht mittels Shortcuts) und auch die Gebühren, die ich zahle sind logischerweise andere als für "Normalkunden" üblich.

Bevor jetzt Fragen dazu kommen erkläre ich, was ich beim kurzfristigen Handel mache, denn es ist eigentlich nicht viel, aber es erfordert viel Übung:
Ich habe immer mehrere Charts laufen (wie den aus den Blogposts), die mir den Tages-, Stunden-, Minuten- und Sekunden-Trend, sowie die Volumen-, Zeit- und Preis-Wiederstandsmarken anzeigen. Die Indikatoren sind meine persönliche Note und stammen mit wenigen Ausnahmen aus dem Netz. Jeweils zwei Indikatoren und Systeme, sowie die Templates stammen von Aurelius vom Daytradingteam, die nach meinen Vorstellungen programmiert und angepasst wurden. Die Templates sind frei verfügbar und können per Mail angefordert werden (die meisten Versendungen habe ich schon abgearbeitet, nur einige wenige fehlen noch).
Letzten Endes schaue ich nun auf das Orderbuch und suche nach Unregelmäßigkeiten bzw. aussergewöhnlichen Operationen in Kombination mit dem umgesetzten Volumen, den Ticks pro Zeitraum und der Größe des Zeitintervalls welches für bestimmte Preisbewegungen benötigt wurde.

Als Beispiel für Regeln und Mustererkennungen dieser Art kann man nennen:

  • Kein Handel, wenn wenn die Bildung einer definierten Preisrange weit überdurchschnittlich viel Zeit beansprucht.
  • Aggressive Stops, wenn das Volumen hoch ist und die Zeitintervalle für definierte Preisranges extrem klein.
  • Schnell in den Markt antizyklisch einsteigen, wenn an temporären Tiefs und Hochs viele kleine Order ausgeführt werden, aber die Zeitintervalle für Preisranges ansteigen.
  • etc.

Natürlich gibt es davon unzählige mehr und hinter diesen Mustern stehen immer irgendwelche Annahmen, jedoch denke ich an diese schon lange nicht mehr und sie haben auch keinen Einfluss auf meinen Handel - ich sehe diese Muster und reagiere - ich muss sie auch nicht bestätigen lassen oder irgendetwas anders, ich drücke einfach nur auf BUY oder SELL auf meiner Tastatur ... und natürlich mache ich auch Fehler und Minustrades, ich achte allerdings immer darauf die Verluste in Summe gering zu halten. Eigentlich nichts "Kompliziertes" sondern nur "Gelerntes".

Das Motto, dem ich bei der Verlustreduzierung folge ist sehr einfach: Ich gehe immer nach einer gewissen Tickzahl raus und steige - solange die Idee gut und gültig ist - noch mal ein. An manchen Seitwärts-Tagen kann es natürlich vorkommen, dass die Verluste dadurch sehr hoch werden und die eigentliche Idee nur einen mageren Gewinner hervorbringt, dass ist aber sekundär; denn die Grundidee dieser Philosophie ist es, sich nicht in seine Positionen zu "verlieben" und den "Supergau" zu vermeiden.

Hier als die Trades des heutigen Tages. harte Arbeit, auch wenn es nicht danach aussieht. Natürlich ist der Chart nicht sehr gut lesbar.




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Dienstag, 28. September 2010

Futures 28.09.2010

Es mutet schon ein wenig amüsant an, aber nachdem ich wieder zwei Tage keine Einstiege gefunden hatte, bin ich abermals zu früh raus. 625€ sind nicht schlecht, aber die Range-Phase läßt mich zögern die Gewinner laufen zu lassen :-). Das ist nun mal das Problem bei nur einem Kontrakt - blöd!




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Freitag, 24. September 2010

Futures 24.09.2010

Da war mehr drin, bin aber vor den News raus und habe nur ein Drittel der Bewegung erwischt: 712 Euro sind aber in Ordnung. 




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Futures 23.09.2010

Heute lief es flüssig, allerdings kam heute nach den Zahlen auch ein wenig Volumen in den Markt. Tagesgewinn: 750 Euronen.





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Mittwoch, 22. September 2010

Futures 22.09.2010

Was soll man sagen? Es passiert nichts. Der Markt läuft seitwärts und es gibt keine deutlichen Anzeichen für einen neuen Trend. Natürlich gibt es die eine oder andere Chance, jedoch ist für meinen Trading Stil bei diesem kleinen Konto das Risiko auf den falschen Fuß erwischt zu werden recht hoch. Heute der erste Trade diese Woche mit agressiven Stop. Gewinn: 775 Euro. Mal sehen was noch kommt.




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Montag, 20. September 2010

Futures 14.09.2010 - 17.09.2010

Letzte Woche habe ich kaum vor dem PC verbracht, weil der Markt schrecklich zum Traden war. Die Seitwärtsphase zu Verfallszeiten bot keine idealtypischen Einstiege, von daher habe ich durchgängig von unterwegs gehandelt. Da 90% der Trades zwar nach meinen Vorstellungen, aber nicht von mir persönlich durchgeführt wurden hier nur die Aufstellung der Trades der letzten Woche (Freitag wurde nicht gehandelt). Diese Woche geht es mit Screenshots weiter (sofern etwas passiert).



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Dienstag, 14. September 2010

Die Lüge über das Bauchgefühl

Eine der größten Lügen der Trading-Branche ist das Verurteilen und Abmahnen des "Bauchgefühls". Es ist selbstverständlich, dass alle auf diesem Bauchgefühl herumhacken; denn man kann es nicht verkaufen und was wäre wenn die Masse glauben würde, nur mit Bauchgefühl wird man erfolgreich? Viele Menschen würde keine Seminare mehr buchen, Bücher, Systeme oder Sonstiges kaufen. Das wäre ganz schlecht für die Scharlatane :-).

Das Problem mit dem Bauchgefühl ist die Defintion des Wortes an sich; spräche man nur von Intuition, wären die Leute schon vorsichtiger, aber "Bauchgefühl"? Neee! Ich verwende die Begriffe im Folgenden synonym und sehe für mich dazwischen keinen Unterschied.

Beispiele für Intuition:

  • Während eines Sprungs vom Sprungbrett einen Turms spürt der Springer schon nach der Hälfte der Flugzeit, ob es ein guter oder schlechter Sprung wird.
  • Ein Fußballer spürt ohne den vollständigen Überblick über das Spielfeld zu haben, wann sich ein Torschuss lohnen könnte.
  • Ein Formel1-Fahrer weiss genau, wann er eine Kurve bei welcher Geschwindigkeit nicht mehr optimal fahren kann.
  • Wer oft mit 250 km/h auf der Autobahn fährt, erkennt häufig noch bevor ein Blinker gesetzt wird, wann Autos plötzlich ausscheren und sich vor einen schieben; besonders bei sich nähernden LKWs steigt die Wahrnehmungsfähigkeit.
  • Ein Arzt, der zu einem Notfall gerufen wird, reagiert in den meisten Fällen ohne Rückversicherung und ohne Kenntnis zu den Vorerkrankungen des Patienten richtig und rettet sein Leben.

Es gibt natürlich noch etliche Beispiel und diese haben zum größten Teil gemein, dass blitzartige  Entscheidungen getroffen werden müssen, die keinerlei logisch, komplexes Durchdenken aller möglichen Situationen erlauben. Die Entscheidung wird getroffen und meist ist sie richtig.

Nun kann man philosophisch darüber streiten, ob Intuition nichts weiter ist, als ...
  • die Fähigkeit, eben genau dieses Durchdenken in Mikrosekunden auszuführen, 
  • eine Reaktionen des Gehirns auf erlerntes Wissen oder
  • "reiner" Zufall.

Unbestritten ist allerdings, dass einmal gelerntes abrufbereit wartet und wenn ich es häufig wiederhole werde ich im Abruf dieser Informationen schneller und besser - jeder kennt das vom "Einmaleins" in der Schule: ich glaube nicht, das es jemanden gibt, der bei der Aufgabe 10*10=100 wirklich rechnet.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ohne das Bauchgefühl läuft nichts - wer etwas anderes behauptet, trennt den Handel von der Menschlichkeit der Akteuere. Die Intuition des Händlers ist sein größtes Kapital und macht ihn erst zum guten Trader; letzten Endes ist die Intuition auch hauptverantwortlich für die Ausbildung und Stabilität der psychischen Komponenten - und um meine Ansicht des Marktes zu verstehen muss man diesen Artikel zumindest nachvollziehen können.


P.S.: Es trifft nicht ganz das Thema, aber der folgende Text es ist ein schönes Beispiel für die Fähigkeiten unseres Gehirns und den intuitiven Einsatzes des Erlernten. Nicht nur die Aussage selbst ist spannend, sondern besonders gravierend ist, dass man nach zehnmaligem Lesen kaum noch stolpert und immer schneller wird:


luat enier sidtue an eienr elgnhcsien uvrsnäiett,ist es eagl in wcheler rhnfgeeloie die bstuchbaen in eniem wrot snid. das eniizg whictgie ist, dsas der etrse und der lztete bstuchbae am rtigeichn paltz snid. der rset knan tatol deiuranchnedr sien und man knan es ienrmomch onhe porbelm lseen. das legit daarn, dsas wir nhcit jeednn bstuchbaen aeilln lseen, srednon das wrot als gzanes.