Mittwoch, 30. Juni 2010

Bist Du ehrlich und aufrichtig?

Sei ehrlich zu Dir selbst und stehe zu Deinem Trading. Klingt banal, ist es aber nicht.

Prüfe Dich selbst:

  1. Wissen Deine Freunde und Deine Familie was Du bereits verloren hast?
  2. Willst Du traden um des Tradens Willen (oder eigentlich doch einfach nur schnell reich werden)?
  3. Bist Du fleißig genug (oder nur ein bisschen zu faul für andere Jobs)?
  4. Bist Du eventuell schon einer gewissen Spielsucht beim Traden verfallen?
  5. Hat sich Dein Sozialverhalten verändert?
  6. Wirst Du aggressiv anderen gegenüber wenn Du verlierst?
  7. Kannst Du überhaupt verlieren?
  8. Handelst Du wirklich nur mit Risikokapital (oder brauchst Du jeden Penny zum täglichen Überleben)?

Wenn Du 1., 2. und 3., nicht klar mit "JA" beantworten kannst, gehe direkt ins Gefängnis; gehe nicht über "LOS" und ziehe auch keine 4000 Dollar ein (wer die Bedeutung nicht kennt: siehe Monopoly). Du bist noch lange nicht soweit und willst Dich Deiner Verantwortung entziehen. Das funktioniert so nicht. Trader verlieren und das soll jeder wissen.

Wenn Du 4., 5., 6. und 7. alle mit "JA" beantwortest, musst Du aufpassen, dass Du Dich nicht verläufst. Overtrading, Vereinsamung und Fanatismus sind nur enige von vielen möglichen negativen Folgen und Du solltest zur Entspannung klare Regeln aufstellen und Abwechslungen/ Hobbies suchen, so dass Du genug Ausgleich zum Trading aufbaust. Wenn Du die Fragen alle mit "NEIN" beantwortest, überlege einfach nur, ob Du Trading ernst genug nimmst; denn dieses Fragen werden Dich den Rest Deines Tradinglebens begleiten und Du wirst in verschiedenen Phasen mal mehr mit "JA" und mal mehr mit "NEIN" antworten - das ist leider normal.

Wenn Du 8. mit "JA" beantwortest ist alles gut; bei "NEIN" ist das Risiko sehr groß, dass Du bei einem Totalverlust vorzeitig aufgibst und die Schuld vielleicht noch woanders als bei Dir selbst suchst. Nimm nur Geld, dass Du entbehren kannst, das schmerzt natürlich trotzdem, aber es vernichtet nicht Deine Objektivität.

Futures 30.06.2010

Nur die Eröffung. Tagesgewinn 402 Euro. Das soll reichen, ist so schönes Wetter heute.


Dienstag, 29. Juni 2010

Indikatoren I

Es gibt unendlich viele und schöne Indikatoren - und was bringen diese? 


Kein Indikator kann sicher die Zukunft vorhersagen, man sollte ihnen daher auch nur sehr eingeschränkt  vertrauen. Wozu sind sie aber nun gut? 


Ich denke, die ersten drei Einträge bei Wikipedia treffen es ganz gut: 

  • umgangssprachlich einen Hinweis auf eine bestimmte Sachlage oder für ein Ereignis
  • ein Hilfsmittel, um eine chemische Reaktion oder einen Zustand zu überwachen,
  • eine Substanz, die durch eine sichtbare oder messbare Veränderung einen Vorgang oder Zustand anzeigt.

Da stehen Worte/ Satzstücke wie "Hinweis auf Sachlage", "überwachen", "Vorgang oder Zustand anzeigen". Und genau das machen Indikatoren: Indikatoren zeigen einen Zustand an und können einem helfen das Trading zu überwachen und einen Hinweis auf die Sachlage zu geben. Das ist nicht zu verwechseln mit Indikatoren geben Kauf- und Verkaufssignale. Die Signale entstehen nur indirekt aus den Wahrscheinlichkeiten die gewisse Kombinationen von Indikatoren im Backtest ergeben, d.h. das Anzeigen der potentiellen Gewinn- und Verlust-Trades in der Vergangenheit. Es ist unbestritten, dass es keine Indikator-Kombination auf der Welt gibt, die zu sicherem Reichtum führt - wer also ausschliesslich nach Indikatoren tradet ist Börsen-Futter und wird schnell Schiffbruch erleiden.


Nun aber das wichtigste zu Indikatoren: 
Wer einen Indikator benutzt, von dem er nicht weiss, wie er berechnet wird, handelt absolut fahrlässig und dumm. Viele Indikatoren erzeugen auf Grundlage Ihrer Berechnung live andere Werte als in der Historie, so sieht der unbedarfte Trader Signale in der Vergangenheit, die einen Idealfall darstellen, der so nicht real auftreten wird. Abhilfe schaft nur ein echter Backtest in Kombination mit Papertrading. 


Dies gilt übrigens für alle Tradingansätze:  Wer dort draussen real tradet ohne einen Backtest durchgeführt zu haben oder seine Methode nicht mit Papertrading nachhaltig getestet hat und dabei reproduzierbare Ergebnisse erzielte, sollte das Geld vom Konto nehmen und einen schönen Urlaub machen, denn erfolgreich wird man so nie!  


Futures 29.06.2010

Ein Trade. Ich dachte ich bekomme noch einen zweiten Einstieg, aber das lohnt jetzt vor den Zahlen nicht mehr. Sonne ich komme. Tagesgewinn:1020 Euro.

Montag, 28. Juni 2010

Jeder kann Traden lernen - ein Märchen!

An dieser Stelle muss ich immer herzlich lachen. "Jeder kann Traden lernen" -  eine der besten Marketingmaschen der Industrie. Ich denke den meisten ist klar, dass dem nicht so ist, denn um Traden zu lernen braucht man viel Zeit. Ein Hundertjähriger scheidet also schon mal aus, womit der Beweis dieser Floskel durch Gegenbeispiel schon mal erbracht wäre. Sprechen wir also ab sofort nur noch von "fast jeder".

Bevor ich weiter schreibe, möchte ich betonen, dass ich "Traden lernen" gleichsetze mit "erfolgreich Traden lernen". Unbestritten mag sein: "Erfolglos Traden lernen kann jeder".

"Fast jeder" ist aber noch sehr viel. Wer kann denn überhaupt Traden lernen? Ich behaupte persönlich: Einige wenige! Das lässt sich auch einfach belegen:
Wie wir wissen verlieren die meisten Teilnehmer am Markt; die Statistiken behaupten nahezu 90%. Diese 90% sind alles potentielle Schüler, die Traden lernen wollten und jämmerlich versagten. Wir haben es also mit einer Disziplin zu tun, die angeblich "fast jeder" lernen kann aber eine Durchschnittsquote beim erfolgreichen Abschluss von nur 10% hervorbringt? Das macht nachdenklich.
Weiter: Nehmen wir nun diese 10% und überlegen uns, ob es sich hierbei um Teilnehmer handelt, die ausschliesslich auf der Grundlage ihres erlernten Wissens zu guten Tradern geworden sind. Wohl kaum! Die Vorteile, die diese 10% anderen gegenüber haben sind keine, die man ausschliesslich durch "Lernen" erlangen kann. Rein statistisch ist selbst die Aussage "fast jeder" somit ad absurdum geführt; denn wenn es wirklich fast jedem möglich wäre, müssten definitiv mehr erfolgreiche Trader hervorgehen.  Wir können nun ohne schlechtes Gewissen aus "fast jeder" nur "einige wenige" machen.

In der Literatur nutzt man diesen Satz häufig aus, um Anfängern das Gefühl zu geben, sie können es lernen, ganz gleich welche Charakterausprägung sie haben. Aber auch schon hier lauern etliche Fallen und ich glaube persönlich, selbst aus diesem Blickwinkel heraus, kann es nicht jeder lernen. Wenn ich den Fernseher einschalte und mir so manche Sendung am Nachmittag über Deutschland anschaue, so bin ich mir auch ohne Beweis sicher, dass nicht jeder Trader werden kann.

Futures 28.06.2010

The Trend is your Friend! Kurzfristig mal 500 Euro hinten, aber der Trend hat es gerichtet. Tagesergebnis 550 Euro. Nun ab in die Sonnne ...

Freitag, 25. Juni 2010

Futures 25.06.2010 - live

Heute habe ich spät angefangen, da ich mir etwas besonderes ausgedacht habe. Ich habe meine persönlichen FDAX-Signale live über Twitter gepostet und sie im Anschluss gehandelt. Natürlich habe ich keines exakt auf den Punkt getradet (immer leicht verzögert) und habe insbesondere den letzten Trade früher geschlossen (Fussball !!!), aber es war alles live zu verfolgen.

Ich werde die Signale jetzt regelmäßig auf Twitter posten, warne aber davor, diese blind nachzutraden: DAS IST NICHT SINNVOLL! Noch nicht. Die Signale geben lediglich vor, wann man nicht mehr die Gegenrichtung traden sollte und wann man spätestens aussteigen sollte. Die Haltedauer für einen Kontrakt liegt zwischen 5 Minuten und 3 Stunden.

Tagesgewinn  diesmal nur 205 Euro.


und hier die Twitter-Posts:

Donnerstag, 24. Juni 2010

Futures 24.06.2010

Ich will nicht jammern, aber ich habe die große Bewegung des Tages verpasst. Ich stand in der Küche, habe mit einem Kollegen diskutiert, das Signal gehört und als ich zum Rechner kam gab es keine Chance mehr noch in die Bewegung reinzukommen. 3000 Euro wären in jedem Fall drin gewesen; geworden sind es nur 695 und selbst diesen Trade habe ich früher schliessen müssen, da ich noch einen Termin hatte.

Also nur ein Trade:

Die größte Hürde zum Erfolg

Viele Trader fragen sich, warum Sie regelmäßig ihre Konten vernichten oder warum sie nicht erfolgreicher werden, obwohl sie lesen, lernen und traden. Grundsätzlich ist eine Kontovernichtung oder mangelhaftes Trading nichts tragisches und gehört zum Lernprozess dazu.
Das, was in der Regel den meisten Tradern fehlt ist: Zeit!

Die Zeit ist ein wichtiger Faktor und nur wer sie hat, kann Trader werden. Es ist eine Komponente, die häufig nicht bewusst wahrgenommen wird, jedoch ist sie das wertvollste Gut (nicht nur im Trading) was wir haben.

Wenn wir von Wohlstand träumen, träumen wir von Zeit. Wir wollen in einer schönen Umgebung leben und diese geniessen, man möchte die persönliche Freizeit optimal ausleben und vergrößern. Ein schönes Haus oder ein schönes Auto ist nur dann schön, wenn man auch Zeit darin verbringt. Ein Traumurlaub wird nur dann wahr, wenn ich Zeit habe mir Urlaub zu nehmen.

Die Zeit ist notwendig um zu lernen und um Routine zu erlangen, die den Grundsätzen der Intuition genügt. Ich muss genug Zeit haben um mich am Leben zu erhalten (Arbeit) und um meine Trading-Fertigkeiten zu verbessern (Ausbildung). Wenn ich nicht täglich acht Stunden für das Trading aufbringen kann, muss ich ein Ausnahmetalent sein, um jemals mit den Profis mithalten zu können (leider fehlt den meisten die Vorstellung was die Profis drauf und vor allen Dingen: was sie für Möglichkeiten haben - dazu später mehr).

Es ist nicht das Geld, was dem angehenden Trader fehlt; es ist die Zeit die fehlt, Geld regulär zu verdienen und einen Teil davon wieder in das Trading zu investieren. Beides unter einen Hut zu bringen ist sehr schwer. Da ich meine Artikel immer kompakt halten möchte, sei dem intelligenten Leser überlassen sich vorzustellen, was ein geringes Zeitpotential für Auswirkungen hat. Es gibt unzählige weitere Beispiele und einem jeden sollte dann klar sein, dass (wie in jedem anderen Hobby, Beruf) nur die, die viel Zeit investieren in der obersten Liga spielen werden.

Meine provokante Meinung zu diesem Thema in Kurzform:
Teilzeit-Börsenhandel reicht zum Gelderhalt evtl. mit geringen Kapitalzuwachs, Trading mit überdurchschnittlichen Renditen ist an den Begriff "Vollzeit" gebunden und geht niemals nebenbei.

Letzten Endes schliesst sich der Kreis im Trading selbst. Um eine Position laufen und Gewinn entwickeln zu lassen, brauche ich Zeit. Zum Schliessen der Position und zum Begrenzen der Verluste benötige ich sie weniger.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Futures 23.06.2010

Heute auch schon Feierabend, weil heute Fußball wichtiger ist. Tagesgewinn 260 Euro.