Montag, 28. Juni 2010

Jeder kann Traden lernen - ein Märchen!

An dieser Stelle muss ich immer herzlich lachen. "Jeder kann Traden lernen" -  eine der besten Marketingmaschen der Industrie. Ich denke den meisten ist klar, dass dem nicht so ist, denn um Traden zu lernen braucht man viel Zeit. Ein Hundertjähriger scheidet also schon mal aus, womit der Beweis dieser Floskel durch Gegenbeispiel schon mal erbracht wäre. Sprechen wir also ab sofort nur noch von "fast jeder".

Bevor ich weiter schreibe, möchte ich betonen, dass ich "Traden lernen" gleichsetze mit "erfolgreich Traden lernen". Unbestritten mag sein: "Erfolglos Traden lernen kann jeder".

"Fast jeder" ist aber noch sehr viel. Wer kann denn überhaupt Traden lernen? Ich behaupte persönlich: Einige wenige! Das lässt sich auch einfach belegen:
Wie wir wissen verlieren die meisten Teilnehmer am Markt; die Statistiken behaupten nahezu 90%. Diese 90% sind alles potentielle Schüler, die Traden lernen wollten und jämmerlich versagten. Wir haben es also mit einer Disziplin zu tun, die angeblich "fast jeder" lernen kann aber eine Durchschnittsquote beim erfolgreichen Abschluss von nur 10% hervorbringt? Das macht nachdenklich.
Weiter: Nehmen wir nun diese 10% und überlegen uns, ob es sich hierbei um Teilnehmer handelt, die ausschliesslich auf der Grundlage ihres erlernten Wissens zu guten Tradern geworden sind. Wohl kaum! Die Vorteile, die diese 10% anderen gegenüber haben sind keine, die man ausschliesslich durch "Lernen" erlangen kann. Rein statistisch ist selbst die Aussage "fast jeder" somit ad absurdum geführt; denn wenn es wirklich fast jedem möglich wäre, müssten definitiv mehr erfolgreiche Trader hervorgehen.  Wir können nun ohne schlechtes Gewissen aus "fast jeder" nur "einige wenige" machen.

In der Literatur nutzt man diesen Satz häufig aus, um Anfängern das Gefühl zu geben, sie können es lernen, ganz gleich welche Charakterausprägung sie haben. Aber auch schon hier lauern etliche Fallen und ich glaube persönlich, selbst aus diesem Blickwinkel heraus, kann es nicht jeder lernen. Wenn ich den Fernseher einschalte und mir so manche Sendung am Nachmittag über Deutschland anschaue, so bin ich mir auch ohne Beweis sicher, dass nicht jeder Trader werden kann.

Futures 28.06.2010

The Trend is your Friend! Kurzfristig mal 500 Euro hinten, aber der Trend hat es gerichtet. Tagesergebnis 550 Euro. Nun ab in die Sonnne ...

Freitag, 25. Juni 2010

Futures 25.06.2010 - live

Heute habe ich spät angefangen, da ich mir etwas besonderes ausgedacht habe. Ich habe meine persönlichen FDAX-Signale live über Twitter gepostet und sie im Anschluss gehandelt. Natürlich habe ich keines exakt auf den Punkt getradet (immer leicht verzögert) und habe insbesondere den letzten Trade früher geschlossen (Fussball !!!), aber es war alles live zu verfolgen.

Ich werde die Signale jetzt regelmäßig auf Twitter posten, warne aber davor, diese blind nachzutraden: DAS IST NICHT SINNVOLL! Noch nicht. Die Signale geben lediglich vor, wann man nicht mehr die Gegenrichtung traden sollte und wann man spätestens aussteigen sollte. Die Haltedauer für einen Kontrakt liegt zwischen 5 Minuten und 3 Stunden.

Tagesgewinn  diesmal nur 205 Euro.


und hier die Twitter-Posts:

Donnerstag, 24. Juni 2010

Futures 24.06.2010

Ich will nicht jammern, aber ich habe die große Bewegung des Tages verpasst. Ich stand in der Küche, habe mit einem Kollegen diskutiert, das Signal gehört und als ich zum Rechner kam gab es keine Chance mehr noch in die Bewegung reinzukommen. 3000 Euro wären in jedem Fall drin gewesen; geworden sind es nur 695 und selbst diesen Trade habe ich früher schliessen müssen, da ich noch einen Termin hatte.

Also nur ein Trade:

Die größte Hürde zum Erfolg

Viele Trader fragen sich, warum Sie regelmäßig ihre Konten vernichten oder warum sie nicht erfolgreicher werden, obwohl sie lesen, lernen und traden. Grundsätzlich ist eine Kontovernichtung oder mangelhaftes Trading nichts tragisches und gehört zum Lernprozess dazu.
Das, was in der Regel den meisten Tradern fehlt ist: Zeit!

Die Zeit ist ein wichtiger Faktor und nur wer sie hat, kann Trader werden. Es ist eine Komponente, die häufig nicht bewusst wahrgenommen wird, jedoch ist sie das wertvollste Gut (nicht nur im Trading) was wir haben.

Wenn wir von Wohlstand träumen, träumen wir von Zeit. Wir wollen in einer schönen Umgebung leben und diese geniessen, man möchte die persönliche Freizeit optimal ausleben und vergrößern. Ein schönes Haus oder ein schönes Auto ist nur dann schön, wenn man auch Zeit darin verbringt. Ein Traumurlaub wird nur dann wahr, wenn ich Zeit habe mir Urlaub zu nehmen.

Die Zeit ist notwendig um zu lernen und um Routine zu erlangen, die den Grundsätzen der Intuition genügt. Ich muss genug Zeit haben um mich am Leben zu erhalten (Arbeit) und um meine Trading-Fertigkeiten zu verbessern (Ausbildung). Wenn ich nicht täglich acht Stunden für das Trading aufbringen kann, muss ich ein Ausnahmetalent sein, um jemals mit den Profis mithalten zu können (leider fehlt den meisten die Vorstellung was die Profis drauf und vor allen Dingen: was sie für Möglichkeiten haben - dazu später mehr).

Es ist nicht das Geld, was dem angehenden Trader fehlt; es ist die Zeit die fehlt, Geld regulär zu verdienen und einen Teil davon wieder in das Trading zu investieren. Beides unter einen Hut zu bringen ist sehr schwer. Da ich meine Artikel immer kompakt halten möchte, sei dem intelligenten Leser überlassen sich vorzustellen, was ein geringes Zeitpotential für Auswirkungen hat. Es gibt unzählige weitere Beispiele und einem jeden sollte dann klar sein, dass (wie in jedem anderen Hobby, Beruf) nur die, die viel Zeit investieren in der obersten Liga spielen werden.

Meine provokante Meinung zu diesem Thema in Kurzform:
Teilzeit-Börsenhandel reicht zum Gelderhalt evtl. mit geringen Kapitalzuwachs, Trading mit überdurchschnittlichen Renditen ist an den Begriff "Vollzeit" gebunden und geht niemals nebenbei.

Letzten Endes schliesst sich der Kreis im Trading selbst. Um eine Position laufen und Gewinn entwickeln zu lassen, brauche ich Zeit. Zum Schliessen der Position und zum Begrenzen der Verluste benötige ich sie weniger.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Futures 23.06.2010

Heute auch schon Feierabend, weil heute Fußball wichtiger ist. Tagesgewinn 260 Euro.

Dienstag, 22. Juni 2010

Trading ist ein Geschäft - Blödsinn

Trading ist ein Geschäft - das stimmt, für Broker, Signalanbieter, Börsenbriefschreiberlinge, Vermögensverwalter, etc.

Wer kennt sie nicht, diese hirnverbrannten Vergleiche Trading mit einem Unternehmen zu vergleichen - der Trader soll sich wie ein Vorstand oder Geschäftsführer verhalten - lächerlich.
Die Aufgaben einer Unternehmensleitung sind wesentlich umfangreicher und vielfältiger, größtenteils auch schwerer und von der Bürde der menschlichen Personalführung und der Verantwortung für Personal und Firma nicht ansatzweise mit dem Trading auf eigene Rechnung zu vergleichen. Aus meiner Sicht ist dies ein banaler Marketing-Trick um Menschen in die Selbständigkeit zu locken und ihnen vorzugaukeln sie können leicht ihr eigner Chef werden.

Nur weil man einen Plan braucht und Kapital ist man noch lange kein "echter Unternehmer"! Wer um die Ecke zum Tante-Emma-Laden geht, braucht auch einen Einkaufszettel (Plan) und Kapital - deshalb wird aber nicht jede Hausfrau (oder Hausmann) zum Unternehmer. Man ist selbstständig tätig, aber mitnichten unabhängig. Ohne Internet, Telefon, Broker geht nichts. Wer sich dabei als selbstständiger Unternehmer bezeichnen will, dem sei das im steuerlichen Sinne vergönnt, aber man sollte sich nicht größer machen als man ist und vergleiche zu "echten Unternehmern" ziehen.

Wir Trader sind i. d. R. Egoisten, denn alles was wir machen, machen wir auf eigene Kosten und eigenes Risiko - ich bin nur für mich verantwortlich, für niemanden sonst und wenn ich Fehler mache schädige ich ausschließlich mich selbst. Trader sind die unterste Riege an der Börse. Es gibt Trader mit und ohne Moral, mit und ohne Sozialkompetenz, mit und ohne Intelligenz, etc. - ein wenig zu Vergleichen Söldnern. Trader sind wie alle anderen Menschen und das was sie machen, finden einige gut und einige schlecht, aber letzten Endes ist ein Job wie jeder andere. Man muss ihn lieben um ihn gut zu machen.

Futures 22.06.2010

Schwacher Markt, den ich anfangs leider falsch eingeschätzt habe. Drei Trades: zwei große Verlierer ein sehr großer Gewinner. Tagesergebnis 622 Euro.

Futures 21.06.2010

Dies war ein Tradingtag, an dem alle aufschreien, wenn sie sehen wie weit man eine Postion zurücklaufen lassen kann. Der letzte Trade war sehr weit im Minus, aber das Setup war noch gültig. Der Verlust dieser Position wäre fatal gewesen, denn bei einem Startkapital von nur 3.500 Euro wäre dies grenzwertig für die FDAX-Margin gewesen. 2.500 Euro müssen immer erhalten bleiben.
Die Wahrheit? Die Wahrheit ist, dass ich einen großzügigen Stop gesetzt habe und Fussball geschaut habe. Warum? Weil es mir egal war!

Na, macht es bei dem einen oder anderen Klick? Tagesgewinn: 797 Euro.


Montag, 21. Juni 2010

Gewinn und Verlust

Mancher wird sich Fragen, warum ich immer auf Wochenbasis abrechne. Die Antwort darauf gebe ich ein wenig später ...