Donnerstag, 10. Juni 2010

Lektion 2 - In der Ruhe liegt die Kraft

Wer ernsthaft traden will, muss in der Lage sein, sich derart zu konditionieren, dass er sich ohne unterbewusste Probleme mit seinem derzeitigen Handeln und absolut diszipliniert an Regeln hält. Während des Tradings sollte man sich ausschließlich auf dieses Konzentrieren und jegliche andere Aktionen einstellen. Wer dies missachtet, wird früher oder später, bei plötzlichen Verlusten nervös oder aggressiv und verleitet die Schuld bei anderen ("Störfaktoren") zu suchen. Besonders wichtig ist, dass Familie und Freunde nie zu "Störfaktoren" werden!

Ein wichtiger Punkt ist das "Abschalten" und "Neuordnen": Ein Trader muss jeden Trade, wie bei einem Zufallsexperiment, d.h. ungeachtet der Vorgänger-Trades völlig unabhängig beurteilen können (den Trade, nicht die Positionsgröße).
Es ist dabei nicht wichtig immer und ständig den Bildschirm zu beobachten, selbst als Scalper sollte man Pausen machen und Kopf und Augen eine Auszeit gönnen. Wie man das praktisch löst, ohne einen Trade zu verpassen, erkläre ich später, direkt an den Charts (Stichwort: akustische oder E-Mail-Benachrichtigungen). Besonders wichtig ist es, jeden Tag neu und unvoreingenommen das Trading zu beginnen.

Übung:

"Abschalten:"
Prüfe, ob Du nachtragend bist. Du musst trainieren Dinge als gegeben und vergessen hinzunehmen, versuche Dich nicht zu rächen oder neue, vertiefende und verschlimmernde Konflikte zu erzeugen. Versuche das auch durchzuhalten, wenn Du Dich im Recht fühlst. Such Dir ein "Mini-Hobby", was Du jederzeit zur Ablenkung ausführen kannst (Sport, Spiel, Chatten, Websurfen, etc.).
Ein sehr gute Übung ist das Mobiltelefon oder den PC konsequent ab 19.00 Uhr (oder ähnlich frühe Zeit) auszuschalten und nicht vor dem nächsten Morgen wieder einzuschalten.

"Neuordnen:"
Entwickle eine Methode, die es Dir erlaubt jedes mal einen systematisierten Trading-Start zu vollziehen. Diese Methode sollte so kurz sein, dass sie auch nach jeder Pause angewendet werden kann. Beispiel:
  1. News und Termine prüfen,
  2. die letzten n Trades analysieren,
  3. Handelsinstrumente auf letzte Signale prüfen,
  4. Charthistorien Prüfen.

Mittwoch, 9. Juni 2010

CFD 09.06.2010

Wie gesagt, das Konto handle ich nur, wenn ich nicht gerade meine anderen Konten betreue; daher ist das ziemlich bescheiden. Die großen Bewegungen habe ich hier leider nicht gehandelt (dafür passt allerdings auch der Stop vom Risiko nicht).

Futures 09.06.2010

Für heute ist mit Futures bereits Schluss. Eine Idee: zwei Trades, zwei Treffer. Der erste Trade wurde ausgestoppt, der Wiedereinstieg brachte einen hohen und schnellen Gewinn. In Summe nach Gebühren 877 Euro.

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Wie tickt ein Trader

In diesem Filmchen wird über Trader im Zusammenhang mit großen Banken gesprochen. Wenn die Trader dieser Institute wirklich, die dort angesprochenen Probleme haben, dann müssen wir uns über Bankenkrisen nicht wundern. Wir sind alle Menschen aber von Profis sollte man ein wenig erwarten.

Dienstag, 8. Juni 2010

CFD 08.06.2010

Zu kleines Konto? Schlecht! Mit kleinen Konten kann man nicht gut traden, zumindest nicht jeden Markt.

Damit auch die Anfänger etwas davon haben werde ich parallel ein 100-Euro-CFD-Konto traden. Hier werde ich allerdings nur den DAX-CFD anfassen, da der schon mit einem Margin von 40,00 Euro bei einem Punkt Spread handelbar ist. Ich weiss zwar selber nicht genau, ob das was werden kann, aber ich gebe alles :-).

Ich werde hier mit einer anderen Frequenz handeln als bei den Futures, da ich bei dem zu erwartenden Gewinn sonst verhungern müsste. Nur die besten Setup wander hier rein. 

Hier der heutige Stand:






Futures 08.06.2010

Heute ging einiges, allerdings wurde ich auch zum Teil durch Slippage und heftigste Gegenbewegungen gebeutelt. Nach 45 Trades liege ich heute nach Gebühren ca. 1030 Euro vorne. Sehr schöne Bewegungen waren heute zu sehen und man konnte heute gut demonstrieren, dass viele kleine Verluste schnell durch einige große Gewinner ausgeglichen werden.

Lektion 1 - Bescheidenheit

Der Mensch ist geprägt von Gier und Angst, das wurde schon tausendmal auf anderen Börsenseiten durchgekaut.

Zur Wiederholung:
Angst ist schlecht um Gewinne zu vergrößern, Gier ist schlecht um Gewinne zu halten. 
Das ist so, weil ängstliche Trader ihre Position zu früh schliessen und gierige Trader zu lange an ihr festhalten. Vielmehr muss man dazu nicht sagen; denn wer diese beiden Verhaltensweisen inne hat, braucht gar nicht erst mit dem Trading anfangen. Der Blick für das Wesentliche wird immer getrübt sein und das Handeln niemals objektiv.

Die Angst ist leichter zu bekämpfen als die Gier, denn wenn man irgendwann feststellt, dass man ein System gefunden hat, das einigermaßen funktioniert, wird man selbstsicherer und die Angst verschwindet unmerklich wie von Geisterhand.

Die Gier dagegen ist immer unterschwellig da und je erfolgreicher ein Trader wird, desto stärker kann sie werden. Viele behaupten, man benötige nur ein festes Regelwerk, aber das ist nur dann sinnvoll, wenn jemand kontrolliert, besser erzwingt, dass es eingehalten wird. Habe ich aber keinen Kontrolleur wird die Gier ganz schnell wieder das Steuer übernehmen. Nur über Routine, Professionalität und das Erlernen von Bescheidenheit lässt sich das steuern.

Übung:
Lege ein Konto bei einen Broker Deiner Wahl an, der eine kleine Mindesteinlage und das Handeln von sehr kleinen Positionen erlaubt. Handle dort sehr kleine Positionen und freue Dich über die ebenso kleinen Gewinne. Versuche 10% zu erwirtschaften, wobei kein Gewinner größer als 0,1% sein sollte. Hier sollten auch die Grundlagen des Money- und Risikomanagements geübt werden.

Für Anfänger und erfolglose Trader

Wer die Basics noch nicht beherrscht, ist hier vielleicht (noch) nicht ganz richtig. Deshalb empfehle ich ein paar Bücher zu lesen (egal welche, es wiederholt sich sowieso alles) und ein Paar Webseiten durchzuarbeiten.

Sucht mit Hilfe von Google nach "Börsen-Grundlagen" und ähnlichen Begriffen. Besonders wichtig sind die Grundlagen der "technischen Analyse" und ein Verständnis dafür, wie Kurse entstehen (dazu vielleicht "Das große Buch der Markttechnik" lesen oder nach "Markttechnik" suchen). Wenn das alles grob verstanden wurde, dann sollte man noch wissen, was es für Märkte gibt (Aktien, Devisen, etc.) - auch hier hilft das Internet.

Also schnell weg von hier, wenn Ihr noch nicht wisst, was die folgenden Begriffe bedeuten:

  1. Chart,
  2. Bid, Ask, High, Low, Close, Open, Spread
  3. Candlestick,  Barchart,
  4. Widerstand (Resistance) und Unterstützung (Support), Trend/ Trendlinien,
  5. Indikatoren, Pivot, Fibonacci, Newstrading,
  6. Aktien (stocks), Futures, Forex (siehe dazu unbedingt babypis.com),
  7. Optionen und Zertifikate (vorteilhaft aber kein Muss: spread-betting und binaries).
  8. Money- und Risikomanagement,
  9. Tradingjournal,
  10. Depot, Broker, Handelsplattform, Demokonto


    Bitte möglichst alles dazu genauestens lesen was Ihr findet - und wer fertig ist, noch mal lesen und weiter suchen und wieder alles lesen, was Ihr erneut findet und, und, und ...
    Ich will damit verdeutlichen, dass Anfänger viele Grundlagen lesen und lernen sollten, bevor sie auch nur einen Penny auf ein Konto einzahlen.

    Wenn das alles funktioniert sucht man sich einen Broker, der einen Demo-Zugang anbietet und dort übt man erst mal, bis man es schafft, sein Kontostand einigermaßen konstant zu halten (nur leichte Verluste über einen bestimmten Zeitraum oder eine größere Anzahl an Trades).
    Ab diesem Zeitpunkt bin ich dann auch bereit, eine kostenlose, absolut unverbindliche Coaching-Einheit anzubieten - wer das nicht hinbekommt liest einfach den Blog und lernt solange, bis er es schafft. "Unverbindliche Coaching-Einheit" ist so gemeint, wie es da steht: Ihr werdet nie von mir gefragt, ob Ihr ein Coaching buchen wollt, Ihr werdet auch nicht per E-Mail genervt, ob Ihr noch eine Einheit braucht oder irgendetwas ähnliches, denn meine Zeit ist arg begrenzt und ich kann mich nicht über Langeweile und ein Leben in Armut beklagen.

    Die Werkzeuge/ Systeme/ Ansätze, die ich nutze, werde ich zwar gegen Spenden anbieten, aber nur, wenn ich sicher bin, dass die zukünftigen Nutzer auch damit umgehen können - Spenden (später) daher nur nach Aufforderung.

    Montag, 7. Juni 2010

    Aufklärung

    Ich will hier natürlich niemanden wirklich aufklären, sondern nur alle daran erinnern was sie sonst so machen. Wenn ich essen gehe, suche ich mir ein Restaurant nach meiner Geschmacksrichtung aus, kaufe ich mir ein Auto, wähle ich eines das ich mir leisten kann, renoviere ich meine Räume, kaufe ich Tapeten die nicht mehr kosten als die Miete, etc. In fast allen Fällen ist es normal, dass ich die Qualität und den Preis abgleiche: Ich schaue auf die Speisekarte, mache eine Probefahrt, schaue auf die Haltbarkeit und den Nutzen von Tapeten, etc. - nur beim Trading interessiert das keine Menschenseele.

    Ich kann niemanden belehren, aber man sollte darauf achten, dass man immer eine 'Probe' bekommt, ein Broker muss ein kostenloses Demokonto anbieten, eine Signaldienst oder ein Tradingroom eine kostenlose Probezeit und ein Seminar- oder Coaching-Anbieter sollte kostenlose Schnupperstunden anbieten. Dann und nur dann kommt das Angebot in die engere Wahl.

    Man sollte einfach alles was mit Geld im Zusammenhang steht genauso handhaben wie im sonstigen Alltag. Trading ist am Anfang Luxus und Hobby und wer sich keine Zeit für das Hobby nimmt und kein Geld hat, sich diesen Luxus zu leisten sollte die Finger vom Trading lassen.

    Ich kann nicht zaubern, aber ich versuche in den folgenden Wochen nicht nur leere Floskeln und allseits bekannte Phrasen zu dreschen, sondern möchte eine kleine Anleitung an die Hand geben, die helfen soll zu verstehen was einen guten Trader ausmacht. Ich werde mich kurz und knapp äussern und nebenbei zeigen was ich kann. Ich mache das nicht zur Selbstbeweihräucherung, sondern habe ein klar definiertes Ziel, dass ich später ausführlich beschreibe.

    Futures 07.06.2010

    Wir beginnen mit 3.500 Euro.

    Risiko? Alles oder Nichts! Wir wollen hier Geld verdienen und nicht irgenwelche theoretischen Konstrukte aufstellen, was man mit Geld alles machen kann. Ich riskiere bis zu 100% - bei einem Totalverlust fülle ich das Konto wieder mit 3.500 Euro auf und riskiere 50%. Bei jedem weiteren Totalverlust wiederholt sich das Procedere mit Halbierung des maximalen Risikos. Ab einem summierten Einsatz von ca. 20.000 Euro ist Feierabend, dann sollte ich mir eingestehen: Es wird nichts und ich muss noch ein wenig mit dem Restgeld üben. Aber keine Angst - ich bin sehr selbsbewusst und schon die ersten 3.500 Euro werden ausreichen.

    Warum gerade 3.5000 Euro? Das ist ausreichend, um mindestens einen FDax-Kontrakt zu kaufen und um bei Verlust noch ein wenig Luft zu haben. Genau das habe ich dann heute auch schon mal gemacht. Heute sind die ersten 482,50 Euro erwirtschaftet - ein Trade, ein Treffer. Das ist eine gute Startperformance und die wollen wir auch nicht mehr schmälern.