Nicht grandios heute; war gestern zu lange wach und es fehlt mir die nötige Konzentration. Ein Trade soll reichen. 237,5 Euronen für heute.
Hier ist die Performance-Historie inklusive einer Übersicht über die Twitter-Signale: Übersicht
Diese Seite richtet sich nicht an absolute Anfänger, sondern an Anfänger mit Vorwissen, d.h. die Grundbegriffe der Börse und des Tradings müssen bekannt sein (siehe hier). Besitzt Du das nötige Grundwissen und bist Du schon eine Weile dabei, aber es gelingt Dir einfach nicht konstant erfolgreich zu werden, bist Du hier genau richtig.
Mittwoch, 8. September 2010
Indikatoren und Handelssysteme
Das Thema und meine Ansicht dazu ist sehr umfassend und ich versuche mich extrem kurz zu fassen. Von daher befürchte ich, was ich im Folgenden schreibe wird nicht jedem verständlich sein - im Großen und Ganzen ist das meine Sicht der Dinge und ich möchte primär dazu anregen über den Nutzen, Sinn und Zweck von Indikatoren und Handelssysteme nachzudenken.
Wikipedia schreibt zu "Indikator" so einiges; insbesondere gibt es eine eigene Seite für sog. Wirtschaftsindikatoren, von welchen ich hier aber im Moment nicht spreche. Ich beziehe mich ausschliesslich auf die Indikatoren der technischen Analyse, von daher passen für mich die folgenden Definitionen am Besten:
"umgangssprachlich einen Hinweis auf eine bestimmte Sachlage oder für ein Ereignis"
und/ oder
"das mathematische Ergebnis einer Indikator- oder charakteristischen Funktion".
Wie man recht einfach erkennen kann, steht hier weder etwas von "Vorhersage" oder "Zukunft" noch von Verlässlichkeit und Vergangenheit. Ich erwähne dies, um zu betonen, dass ein Indikator weder die Vergangenheit beschreibt, noch die Zukunft vorhersagt - ein Indikator gibt lediglich Hinweise und zählt nur im Augenblick der Berechnung. Wer also ein System auf der Basis von Indikatoren entwickeln möchte, muss sich jederzeit im Klaren sein, dass - egal mit welcher Wahrscheinlichkeit - "Hinweise", die in der Vergangenheit auftraten, noch lange nicht in gleicher Form und Anzahl in der Zukunft zu erwarten sind.
Meine persönliche Meinung ist, dass es keine erfolgreichen, vollautomatischen Handelssysteme gibt, die ausschliesslich auf Standardindikatoren beruhen. Die meisten institutionellen oder HFT-Systeme sind alles andere als simpel und für den privaten Trader nicht einsetzbar.
Der private Trader kann sein System nur mit der Komponente "Mensch" vervollkommnen, d.h. die eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen kombiniert mit einen sinnvollen technischen oder ökonomischen Handelsansatz können unter Umständen zum Erfolg führen.
Das ist natürlich absoluter Sprengstoff; denn jetzt werden alle Systemhändler aufschreien und erzählen wie gut ihre vollautomatischen Systeme sind - aber spart Euch die Mühe des Aufschreiens: Meldet Euch hier nur zur Wort, wenn ich bei Euch ein vollautomatisches System kaufen kann, dass so gut läuft, dass ihr mir verbindlich eine feste Rendite garantiert. Ich will damit sagen: Kaufe niemals ein vollautomatisches Handelssystem, dessen Verhalten Du nicht diskretionär beeinflussen kannst - kaufe schon gar nicht, wenn Du selbst nicht bereits ein kompetenter Trader mit positiver Bilanz bist.
Zurück zu den Indikatoren: Indikatoren geben nur Hinweise und können somit eine Idee unterstützen, indem sie bestimmte Ereignisse bestätigen. Aus dieser Bestätigung heraus bilde ich mir ein Urteil, dabei ist besonders spannend, das die Interpretation völlig frei ist: So sieht der eine ein Kaufsignal, ein anderer vielleicht ein Verkaufssignal und selbst wenn man sich im Klaren darüber ist, ob es ein Kauf-oder Verkaufssignal ist, ist noch lange nicht gesichert, dass man den Trade gut betreut und das ganze im Gewinn endet. Ich will damit sagen: Ein Indikator ist nur ein Hilfsmittel für die eigenen Ideen und hat tatsächlich kaum neutrale Aussagekraft für die zukünftige Kursentwicklung. Seine Fähigkeiten kann ein Indikator nur mit dem Trader zusammen entfalten. Kein Indikator allein sollte Signalgeber sein! Für den Einsatz eines Indikators als Filterfunktion gilt natürlich das gleiche.
Wer Traden lernen möchte, sollte sich auch intensiv mit vollautomatischen Systemen und Indikatoren beschäftigen, denn durch diese lernt man wie man an der Börse versagt, wenn man nicht "eins mit dem Markt" wird und diesen "fühlt".
Wikipedia schreibt zu "Indikator" so einiges; insbesondere gibt es eine eigene Seite für sog. Wirtschaftsindikatoren, von welchen ich hier aber im Moment nicht spreche. Ich beziehe mich ausschliesslich auf die Indikatoren der technischen Analyse, von daher passen für mich die folgenden Definitionen am Besten:
"umgangssprachlich einen Hinweis auf eine bestimmte Sachlage oder für ein Ereignis"
und/ oder
"das mathematische Ergebnis einer Indikator- oder charakteristischen Funktion".
Wie man recht einfach erkennen kann, steht hier weder etwas von "Vorhersage" oder "Zukunft" noch von Verlässlichkeit und Vergangenheit. Ich erwähne dies, um zu betonen, dass ein Indikator weder die Vergangenheit beschreibt, noch die Zukunft vorhersagt - ein Indikator gibt lediglich Hinweise und zählt nur im Augenblick der Berechnung. Wer also ein System auf der Basis von Indikatoren entwickeln möchte, muss sich jederzeit im Klaren sein, dass - egal mit welcher Wahrscheinlichkeit - "Hinweise", die in der Vergangenheit auftraten, noch lange nicht in gleicher Form und Anzahl in der Zukunft zu erwarten sind.
Meine persönliche Meinung ist, dass es keine erfolgreichen, vollautomatischen Handelssysteme gibt, die ausschliesslich auf Standardindikatoren beruhen. Die meisten institutionellen oder HFT-Systeme sind alles andere als simpel und für den privaten Trader nicht einsetzbar.
Der private Trader kann sein System nur mit der Komponente "Mensch" vervollkommnen, d.h. die eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen kombiniert mit einen sinnvollen technischen oder ökonomischen Handelsansatz können unter Umständen zum Erfolg führen.
Das ist natürlich absoluter Sprengstoff; denn jetzt werden alle Systemhändler aufschreien und erzählen wie gut ihre vollautomatischen Systeme sind - aber spart Euch die Mühe des Aufschreiens: Meldet Euch hier nur zur Wort, wenn ich bei Euch ein vollautomatisches System kaufen kann, dass so gut läuft, dass ihr mir verbindlich eine feste Rendite garantiert. Ich will damit sagen: Kaufe niemals ein vollautomatisches Handelssystem, dessen Verhalten Du nicht diskretionär beeinflussen kannst - kaufe schon gar nicht, wenn Du selbst nicht bereits ein kompetenter Trader mit positiver Bilanz bist.
Zurück zu den Indikatoren: Indikatoren geben nur Hinweise und können somit eine Idee unterstützen, indem sie bestimmte Ereignisse bestätigen. Aus dieser Bestätigung heraus bilde ich mir ein Urteil, dabei ist besonders spannend, das die Interpretation völlig frei ist: So sieht der eine ein Kaufsignal, ein anderer vielleicht ein Verkaufssignal und selbst wenn man sich im Klaren darüber ist, ob es ein Kauf-oder Verkaufssignal ist, ist noch lange nicht gesichert, dass man den Trade gut betreut und das ganze im Gewinn endet. Ich will damit sagen: Ein Indikator ist nur ein Hilfsmittel für die eigenen Ideen und hat tatsächlich kaum neutrale Aussagekraft für die zukünftige Kursentwicklung. Seine Fähigkeiten kann ein Indikator nur mit dem Trader zusammen entfalten. Kein Indikator allein sollte Signalgeber sein! Für den Einsatz eines Indikators als Filterfunktion gilt natürlich das gleiche.
Wer Traden lernen möchte, sollte sich auch intensiv mit vollautomatischen Systemen und Indikatoren beschäftigen, denn durch diese lernt man wie man an der Börse versagt, wenn man nicht "eins mit dem Markt" wird und diesen "fühlt".
Dienstag, 7. September 2010
Futures 07.09.2010
Gestern war nicht viel zu traden, da in den USA nicht gehandelt wurde; dennoch versuchte ich einen Einstieg, welchen ich gegen Abend dann mit -62,5 Euro auflöste. Heute noch mal mit der gleichen Idee Short und da kam dann auch etwas rüber - Tagesgewinn 750 Euro.
Hier ist die Performance-Historie inklusive einer Übersicht über die Twitter-Signale: Übersicht
Hier ist die Performance-Historie inklusive einer Übersicht über die Twitter-Signale: Übersicht
Freitag, 3. September 2010
Der heilige Gral
Diesen Artikel schreibe ich, um nochmal meine Intention und die Idee dieses Blogs zu verdeutlichen. Ich versuche hier gleichzeitig die wesentliche Fragen aus den E-Mails und dem Blog zu beantworten.
Ich habe DEN heiligen Gral nicht gefunden, nur MEINEN. EUREN müsst Ihr selber finden.
Zielgruppe
Ich habe mehrmals betont, dass sich dieser Blog nicht an blutige Anfänger richtet - und das liegt nicht daran, dass ich sie nicht mag (war schliesslich auch mal einer), sondern vielmehr daran, dass sie schlicht nichts mit dem anfangen können, was ich hier schreiben werde.
Alle Anfänger sind auch herzlich eingeladen mitzulesen, Ihr solltet Euch aber den den anderen Lesern zur Liebe mit trivialen Fragen zurückhalten. Der Blog wird nicht abgeschaltet und ich archiviere ihn regelmäßig, so dasss die Inhalte auch in Zukunft noch Ihren Zweck für den angehenden Trader erfüllen können.
=> EDIT: 04-09-2010
Ich habe es schon durchklingen lassen, aber ich bin kein Vertreter der Theorie, dass jeder Traden lernen kann. Ich erwarte nicht, dass die Seite hier für jeden einen Mehrwert generiert; die Seite ist für Menschen mit knallharten Zielen und einer Vorstellung von Fleiss, Ehrgeiz und Opferbereitschaft jenseits der Standards und Normalität. Wer nicht die notwendige Zeit für diesen Berufswunsch aufbringen kann, sollte hier nur zur Unterhaltung lesen.
Meine Einstellung in Kurzform: Viele können erfolgreich sparen lernen, einige können erfolgreiche Investoren werden, wenige werden erfolgreiche Trader.
Werbung und Geschäfte
Ich zähle ohne Zweifel zu den erfolgreicheren Tradern und habe nicht vor, hier irgendjemandem etwas zu verkaufen und genausowenig irgendjemandem etwas zu schenken, was ihn unmittelbar reich macht. Sollte ich hier jemals etwas kostenpflichtiges anbieten, so wird es sowohl karitativen Charakter als auch den einer typsichen Win-Win-Situation haben.
Sehr geehrte Gewerbetreibende und Broker: Werbung schalte ich hier für 5.000 Euro aufwärts im Monat (je nach Pixelanzahl), ausserdem möchte ich einen Leser dieses Blogs (findet sich sicher einer) als technischnen Analysten an Ihr Unternehmen mit Festanstellung vermitteln (... damit sollte sich das Thema dann hoffentlich erledigt haben).
Coaching
Fangen wir mit der Frage des Coachings an. Ein Coaching ist für mich nicht lukrativ genug und es verpflichtet mich zu einer Aufgabe, die ich nicht nach meinen Ansprüchen erfüllen kann - gäbe es eine Garantie für den Erfolg der Schüler nach dem Coaching oder wenigstens eine nennbare Wahrscheinlichkeit, täte ich es und würde mit einem Tagessatz von 3.000 Euro starten, damit es sich vernünftig rechnet. Ich habe einen hohen Anspruch an mich und wenn ich mal jemanden coache, dann vermutlich eher kostenlos. Bis dahin überlasse ich das Coaching den vielen, sich tummelden, aus meiner Sicht finannziell eher ehrenamtlichen Coaches, die Ihr zu Hauf im Netz finden könnt. Für mich wird es immer ein Rätsel bleiben, wie sich erfolgreiche Trader für derartige Unterbezahlung buchen lassen oder diverse Seminare geben - ein Schelm sei, wer Böses dabei denkt.
Systeme und Signale
Ich habe ein zeitlang live jedes Kauf- und Verkaufssignal über Twitter gepostet (geht auch demnächst weiter) und musste mir trotz guter vollautomatischer Performance irgendeinen Quatsch anhören, warum ich nicht genauso trade wie das System über Twitter. Natürlich handle ich diese Signale absolut individuell, was daran liegt, dass der Markt individuell ist. Kein System weiss vorher was passiert und nur durch meinen Erfahrungsschatz und meine Fähigkeiten kann ich diese Signale optimal nutzen. Schon aus diesem Grund kann ich niemandem ein komplettes System in die Hand legen. Egal wie gut es ist, die meisten werden es schlechter handeln als ich - ich, der es geboren und aufgezogen hat ... und so blöd es sich anhört: Keines meiner Systeme will zu Euch - sie gehören zu mir wie mein eigen Fleisch und Blut und sie sind nur gut zu mir. Ich bin nicht irre, aber das ganze hat natürlich eine metaphysische Komponente, ob man es glauben will oder nicht. Ansonsten bin ich normal :-).
Was will ich?
Ich will irgenwann einmal aufhören und werde sicher nicht mehr lange traden; ich habe zwei feste Mitarbeiter und nur sieben Kunden mit Verträgen über noch ca. fünf Jahre. Das reicht um noch was zu fühlen und mitzubekommen wenn ich mich langsam zurückziehe.
Ich kann noch ein wenig abgeben und möchte mich nicht in den nächsten Jahren in Blogs und Foren quälen und alles bekämpfen, was mir nicht gefällt. Ich schreibe hier meine Sicht der Dinge, meine Erfahrungen. Ich schreibe vom Parket, über den klassischen Hedgefond bis zum privaten Kapitalverwalter und Eigenhändler. Heute bin ich der Meinung, dass nur die Lebens- und Berufserfahrung einen guten Trader aus mir gemacht hat; es war nicht irgendein System oder Buch - schon gar kein Coach oder Seminar. Daher befriedigt es mich auch nicht meine Trades zu zeigen, ich bin auch nicht im geringsten exhibitionsistisch veranlagt - aber meine Gedanken und offene Kritik herauszulassen, ein wenig aufzuklären wie es wirklich ist und vor allen Dingen wie es nicht ist - das ist für mich äusserst zufriedenstellend. Ich lade alle ein sich einfach eine alternative, Non-Mainstream-Meinung zum Thema Trading anzuhören. Ich habe aber über die Jahre auch viel bekommen und gebe nun auch ein wenig davon zurück.
Was könnt Ihr Euch sparen?
Ihr könnt Euch sparen nach meinem Systemen im Detail zu fragen oder nach live Signalen, die Euch immer zum Gewinn führen; auch muss ich Euch nichts beweisen: Glaubt es oder glaubt es nicht; wenn Ihr es nicht glaubt, spart Euch die Mühe Beleidungungen und Zweifelsarien abzulassen. Schreibt Euren Frust und Eure Zweifel in anderen Blogs und Foren nieder und sucht Euch dort Gleichgesinnte.
Ihr könnt Euch übrigens auch sparen mich zu fragen, ob ich Euch Geld borge oder Euch einstelle, bei aller Liebe zum Trading, das wäre wohl doch ein wenig zu einfach. Sachen gibt's ...
=> EDIT: 04-09-2010
"Erst denken, dann schreiben": Lest einen Post von mir erst vollständig durch und überlegt ein paar Minuten, was wirklich fragenswert ist. Ein zusammengefasster Kommentar ist sinnvoller als viele aufeinander folgende zerstückelte Fragmente. Dies kann ausserdem dazu führen, dass die Bloggersoftware irgendwann anfängt weitere Kommentare als Spam auszufiltern (was für nachfolgende anonyme Kommentatoren ärgerlich ist). Diese Regel bedeutet aber auch, dass sich der intelligente Leser Gedanken machen sollte, was er für eine Antwort erwartet, Fragen wie "... kannst Du das beweisen?", "... kannst Du all Deine Kniffe und Tricks auflisten?" oder "...kann ich Deine Frau mal sehen" sind als gleichwertig schwachsinnig zu bewerten und können zwar theoretisch positiv beantwortet werden - praktisch werden sie das aber nicht. Man kann sich solche Fragen also sparen.
Was werde ich geben?
Wie schon erwähnt erzähle ich viel von meinen persönlichen Erfahrungen; zum Teil sind sie vermutlich auch persönlich transferierbar und anwendbar. Psychologische Askpekte werden dabei genauso eine Rolle spielen wie physiologische und menschliche.
Zusätzlich werde ich meine Charttemplates, Systeme und Indikatoren zur Verfügung stellen (wie gesagt ohne Garantie) sowie Indikatoren, die ich verwende und für wichtig erachte, inklusive einer Beschreibung meiner MM- und RM-Strategien.
Letzten Endes ist aber das Wertvollste, dass ich geben kann die Beschreibung meiner Herangehensweise an das Trading, die Vorbereitung und die Abwicklung - das ist das Salz in der Suppe und das gilt es zu begreifen. Alles andere gibt's eigentlich auch woanders :-)
P.S.: Dieser Artikel wird bei Bedarf weiter ergänzt! Die neuen Stellen werden mit EDIT:DATUM gekennzeichnet.
Ich habe DEN heiligen Gral nicht gefunden, nur MEINEN. EUREN müsst Ihr selber finden.
Zielgruppe
Ich habe mehrmals betont, dass sich dieser Blog nicht an blutige Anfänger richtet - und das liegt nicht daran, dass ich sie nicht mag (war schliesslich auch mal einer), sondern vielmehr daran, dass sie schlicht nichts mit dem anfangen können, was ich hier schreiben werde.
Alle Anfänger sind auch herzlich eingeladen mitzulesen, Ihr solltet Euch aber den den anderen Lesern zur Liebe mit trivialen Fragen zurückhalten. Der Blog wird nicht abgeschaltet und ich archiviere ihn regelmäßig, so dasss die Inhalte auch in Zukunft noch Ihren Zweck für den angehenden Trader erfüllen können.
=> EDIT: 04-09-2010
Ich habe es schon durchklingen lassen, aber ich bin kein Vertreter der Theorie, dass jeder Traden lernen kann. Ich erwarte nicht, dass die Seite hier für jeden einen Mehrwert generiert; die Seite ist für Menschen mit knallharten Zielen und einer Vorstellung von Fleiss, Ehrgeiz und Opferbereitschaft jenseits der Standards und Normalität. Wer nicht die notwendige Zeit für diesen Berufswunsch aufbringen kann, sollte hier nur zur Unterhaltung lesen.
Meine Einstellung in Kurzform: Viele können erfolgreich sparen lernen, einige können erfolgreiche Investoren werden, wenige werden erfolgreiche Trader.
Werbung und Geschäfte
Ich zähle ohne Zweifel zu den erfolgreicheren Tradern und habe nicht vor, hier irgendjemandem etwas zu verkaufen und genausowenig irgendjemandem etwas zu schenken, was ihn unmittelbar reich macht. Sollte ich hier jemals etwas kostenpflichtiges anbieten, so wird es sowohl karitativen Charakter als auch den einer typsichen Win-Win-Situation haben.
Sehr geehrte Gewerbetreibende und Broker: Werbung schalte ich hier für 5.000 Euro aufwärts im Monat (je nach Pixelanzahl), ausserdem möchte ich einen Leser dieses Blogs (findet sich sicher einer) als technischnen Analysten an Ihr Unternehmen mit Festanstellung vermitteln (... damit sollte sich das Thema dann hoffentlich erledigt haben).
Coaching
Fangen wir mit der Frage des Coachings an. Ein Coaching ist für mich nicht lukrativ genug und es verpflichtet mich zu einer Aufgabe, die ich nicht nach meinen Ansprüchen erfüllen kann - gäbe es eine Garantie für den Erfolg der Schüler nach dem Coaching oder wenigstens eine nennbare Wahrscheinlichkeit, täte ich es und würde mit einem Tagessatz von 3.000 Euro starten, damit es sich vernünftig rechnet. Ich habe einen hohen Anspruch an mich und wenn ich mal jemanden coache, dann vermutlich eher kostenlos. Bis dahin überlasse ich das Coaching den vielen, sich tummelden, aus meiner Sicht finannziell eher ehrenamtlichen Coaches, die Ihr zu Hauf im Netz finden könnt. Für mich wird es immer ein Rätsel bleiben, wie sich erfolgreiche Trader für derartige Unterbezahlung buchen lassen oder diverse Seminare geben - ein Schelm sei, wer Böses dabei denkt.
Systeme und Signale
Ich habe ein zeitlang live jedes Kauf- und Verkaufssignal über Twitter gepostet (geht auch demnächst weiter) und musste mir trotz guter vollautomatischer Performance irgendeinen Quatsch anhören, warum ich nicht genauso trade wie das System über Twitter. Natürlich handle ich diese Signale absolut individuell, was daran liegt, dass der Markt individuell ist. Kein System weiss vorher was passiert und nur durch meinen Erfahrungsschatz und meine Fähigkeiten kann ich diese Signale optimal nutzen. Schon aus diesem Grund kann ich niemandem ein komplettes System in die Hand legen. Egal wie gut es ist, die meisten werden es schlechter handeln als ich - ich, der es geboren und aufgezogen hat ... und so blöd es sich anhört: Keines meiner Systeme will zu Euch - sie gehören zu mir wie mein eigen Fleisch und Blut und sie sind nur gut zu mir. Ich bin nicht irre, aber das ganze hat natürlich eine metaphysische Komponente, ob man es glauben will oder nicht. Ansonsten bin ich normal :-).
Was will ich?
Ich will irgenwann einmal aufhören und werde sicher nicht mehr lange traden; ich habe zwei feste Mitarbeiter und nur sieben Kunden mit Verträgen über noch ca. fünf Jahre. Das reicht um noch was zu fühlen und mitzubekommen wenn ich mich langsam zurückziehe.
Ich kann noch ein wenig abgeben und möchte mich nicht in den nächsten Jahren in Blogs und Foren quälen und alles bekämpfen, was mir nicht gefällt. Ich schreibe hier meine Sicht der Dinge, meine Erfahrungen. Ich schreibe vom Parket, über den klassischen Hedgefond bis zum privaten Kapitalverwalter und Eigenhändler. Heute bin ich der Meinung, dass nur die Lebens- und Berufserfahrung einen guten Trader aus mir gemacht hat; es war nicht irgendein System oder Buch - schon gar kein Coach oder Seminar. Daher befriedigt es mich auch nicht meine Trades zu zeigen, ich bin auch nicht im geringsten exhibitionsistisch veranlagt - aber meine Gedanken und offene Kritik herauszulassen, ein wenig aufzuklären wie es wirklich ist und vor allen Dingen wie es nicht ist - das ist für mich äusserst zufriedenstellend. Ich lade alle ein sich einfach eine alternative, Non-Mainstream-Meinung zum Thema Trading anzuhören. Ich habe aber über die Jahre auch viel bekommen und gebe nun auch ein wenig davon zurück.
Was könnt Ihr Euch sparen?
Ihr könnt Euch sparen nach meinem Systemen im Detail zu fragen oder nach live Signalen, die Euch immer zum Gewinn führen; auch muss ich Euch nichts beweisen: Glaubt es oder glaubt es nicht; wenn Ihr es nicht glaubt, spart Euch die Mühe Beleidungungen und Zweifelsarien abzulassen. Schreibt Euren Frust und Eure Zweifel in anderen Blogs und Foren nieder und sucht Euch dort Gleichgesinnte.
Ihr könnt Euch übrigens auch sparen mich zu fragen, ob ich Euch Geld borge oder Euch einstelle, bei aller Liebe zum Trading, das wäre wohl doch ein wenig zu einfach. Sachen gibt's ...
=> EDIT: 04-09-2010
"Erst denken, dann schreiben": Lest einen Post von mir erst vollständig durch und überlegt ein paar Minuten, was wirklich fragenswert ist. Ein zusammengefasster Kommentar ist sinnvoller als viele aufeinander folgende zerstückelte Fragmente. Dies kann ausserdem dazu führen, dass die Bloggersoftware irgendwann anfängt weitere Kommentare als Spam auszufiltern (was für nachfolgende anonyme Kommentatoren ärgerlich ist). Diese Regel bedeutet aber auch, dass sich der intelligente Leser Gedanken machen sollte, was er für eine Antwort erwartet, Fragen wie "... kannst Du das beweisen?", "... kannst Du all Deine Kniffe und Tricks auflisten?" oder "...kann ich Deine Frau mal sehen" sind als gleichwertig schwachsinnig zu bewerten und können zwar theoretisch positiv beantwortet werden - praktisch werden sie das aber nicht. Man kann sich solche Fragen also sparen.
Was werde ich geben?
Wie schon erwähnt erzähle ich viel von meinen persönlichen Erfahrungen; zum Teil sind sie vermutlich auch persönlich transferierbar und anwendbar. Psychologische Askpekte werden dabei genauso eine Rolle spielen wie physiologische und menschliche.
Zusätzlich werde ich meine Charttemplates, Systeme und Indikatoren zur Verfügung stellen (wie gesagt ohne Garantie) sowie Indikatoren, die ich verwende und für wichtig erachte, inklusive einer Beschreibung meiner MM- und RM-Strategien.
Letzten Endes ist aber das Wertvollste, dass ich geben kann die Beschreibung meiner Herangehensweise an das Trading, die Vorbereitung und die Abwicklung - das ist das Salz in der Suppe und das gilt es zu begreifen. Alles andere gibt's eigentlich auch woanders :-)
P.S.: Dieser Artikel wird bei Bedarf weiter ergänzt! Die neuen Stellen werden mit EDIT:DATUM gekennzeichnet.
Lektion 6 - Treue
Wieso Treue?
Es geht um meinen Ansatz. Natürlich vertraue ich meinem System und werde trotz Drawdown ab Montag wieder aufmerksam weiter handeln; das System ist natürlich den gleichen Schwankungen unterworfen wie jeder einzelne Trader. Dies ist übrigens eines der größten Anfängerprobleme; viele handeln nach Systemen oder Ansätze, die im Grundsatz nicht schlecht sind, die Drawdown-Phasen brechen dann allerdings die Stabilität der Psyche und Vernichten das Vertrauen in die Idee. Dies ist meiner Meinung der Grund, warum die Fähigkeiten eines Traders nicht unterschätzt werden dürfen - es ist eine Kunst (lohnend) treu zu bleiben - egal wem!
Wikipedia schreibt zu Treue:
"Treue ist eine Tugend, die die Verlässlichkeit eines Akteurs gegenüber einem anderen, einem Kollektiv oder irgendeiner Sache ausdrückt."
Der Trader ist ein tugendhafter Mensch; er muss natürlich nicht nur gute Tugenden verkörpern, allerdings dürfen die meisten nicht anteilig in ihm Vorkommen, sondern sie müssen ihn ausfüllen. Es gibt messbare Tugenden, wie z.B. den "Ordnungsinn", man kann sich schnell selbst prüfen ob man diesen besitzt und man kann ihn gut kontrollieren - es gibt aber auch schwer messbare, wie z.B. "Mut", welcher absolut umgebungsabhängig ist und einen schnell täuschen kann (viele dachten schon sie seien mutig, waren es aber eigentlich nur in seltenen, bestimmten Situationen).
Treue gehört zur zweiten Kategorie. Sie ist eines der größten Merkmale von Verbindlichkeit und Eingeständnis. Warum liest man davon nie im Zusammenhang mit Trading? Wikipedia schreibt weiter:
"Sie basiert auf Vertrauen und/oder Loyalität, ist aber nicht unbedingt ein Indikator dafür, dass sie einen würdigen Gegenstand hat".
Was für ein Dilemma! Und genau darin liegt die Kunst.
Es geht um meinen Ansatz. Natürlich vertraue ich meinem System und werde trotz Drawdown ab Montag wieder aufmerksam weiter handeln; das System ist natürlich den gleichen Schwankungen unterworfen wie jeder einzelne Trader. Dies ist übrigens eines der größten Anfängerprobleme; viele handeln nach Systemen oder Ansätze, die im Grundsatz nicht schlecht sind, die Drawdown-Phasen brechen dann allerdings die Stabilität der Psyche und Vernichten das Vertrauen in die Idee. Dies ist meiner Meinung der Grund, warum die Fähigkeiten eines Traders nicht unterschätzt werden dürfen - es ist eine Kunst (lohnend) treu zu bleiben - egal wem!
Wikipedia schreibt zu Treue:
"Treue ist eine Tugend, die die Verlässlichkeit eines Akteurs gegenüber einem anderen, einem Kollektiv oder irgendeiner Sache ausdrückt."
Der Trader ist ein tugendhafter Mensch; er muss natürlich nicht nur gute Tugenden verkörpern, allerdings dürfen die meisten nicht anteilig in ihm Vorkommen, sondern sie müssen ihn ausfüllen. Es gibt messbare Tugenden, wie z.B. den "Ordnungsinn", man kann sich schnell selbst prüfen ob man diesen besitzt und man kann ihn gut kontrollieren - es gibt aber auch schwer messbare, wie z.B. "Mut", welcher absolut umgebungsabhängig ist und einen schnell täuschen kann (viele dachten schon sie seien mutig, waren es aber eigentlich nur in seltenen, bestimmten Situationen).
Treue gehört zur zweiten Kategorie. Sie ist eines der größten Merkmale von Verbindlichkeit und Eingeständnis. Warum liest man davon nie im Zusammenhang mit Trading? Wikipedia schreibt weiter:
"Sie basiert auf Vertrauen und/oder Loyalität, ist aber nicht unbedingt ein Indikator dafür, dass sie einen würdigen Gegenstand hat".
Was für ein Dilemma! Und genau darin liegt die Kunst.
Zwischenspiel
Ich habe zwar diese Woche schon wieder gehandelt, allerdings ausschliesslich den E-Mini und Bund, was hier im Blog vorerst noch keine Rolls spielen soll. In den letzten Wochen habe ich viel gelesen und mich auch mit einigen Trader ausgetauscht. Die meisten von uns warten auf ein klareres Bild in den Indizes und traden derzeit nur kleine Positionen - diese Zeit ist ein gutes Beispiel warum vollautomatische Handelssysteme Schwächen haben und regelmäßig kontrolliert und evtl. auch angepasst werden müssen.
Vor meinem Urlaub hatte ich erwogen, das Fdax-Handelssystem und die Signale auf Twitter weiterlaufen zu lassen und es war gut sich dagegen zu entscheiden. Auch wenn das System derzeit unter dem Strich wieder nur wenig im Soll ist, so hat es innerhalb von vier Wochen einen Drawdown von ca. 5K erzeugt, ein blindes Nachhandeln wäre also sehr teuer geworden. Ich habe letzte Woche alles im Simulator durchlaufen lassen und ehrlicherweise leider zusätzlich noch festgestellt, dass ich selbst bei diskretionären Eingriffen noch einen Drawdown von ca. 2,2K gehabt hätte. Da hätte man mich dann man ordentlich verlieren sehen, was den einen oder anderen vielleicht ein wenig beruhigen würde - denn ja, ... man macht eben auch Verluste. Zu diesem Hintergrund gibt es einen weiterführenden Post von mir: Lektion 6: Treue
Ich habe noch viele offene E-Mails zu beantworten und einige warten noch auf die Versendung der Templates, aber ich bin derzeit noch nicht hinterhergekommen mit der Beantwortung, werde aber jede Mail beantworten (denn so viel sind es nun auch wieder nicht). Die noch offenen Mails gehen dies Woche raus.
Samstag, 28. August 2010
Lektion 5 - Kann ich mich selbst beurteilen
Kaum eine Basisdefinition passt besser auf einen erfolgreichen Trader als die des "homo oeconomicus", Wikipedia definiert die wie folgt::
Der Homo oeconomicus bezeichnet einen (fiktiven) Akteur, der
PHASE 7/ 8/ 9 - SELBSTFINDUNG
Diese Phasen stehen symbolisch für viele individuelle Prozesse, die hier ablaufen. Dazu gehören weitere Ausbildungsschritte, psychologische Schulungen, Krisen, Verluste, Therapien, etc. Hier passiert etwas magisches, etwas was den Trader aus der Tiefe erhebt und ihm den letzten Schliff gibt. Es ist zu vergleichen mit dem Bestehen einer Prüfung: Unmittelbar nach der Prüfung weiss man nicht mehr als vorher und dennoch ist das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen enorm angestiegen.
Die Leser, die von diesem Blog profitieren möchten, sollten ungefähr in Phase 6 angekommen sein; denn die Phasen 7, 8, 9 werde ich in den nächsten Wochen und Monaten detaillierter beschreiben. Viele hören genau an dieser Stelle auf und nur wenige erklimmen die letzten Hürden.
Der Homo oeconomicus bezeichnet einen (fiktiven) Akteur, der
- eigeninteressiert und
- rational handelt,
- seinen eigenen Nutzen maximiert,
- auf veränderliche Restriktionen reagiert,
- feststehende Präferenzen hat
- und über (vollständige) Information verfügt.
Den Rest des Modells wollen wir an dieser Stelle schnell vergessen, aber die oberen Punkte (insbesondere der letzte) sind ein gute Annäherung ohne die Berücksichtigung der psychologischen Komponenten.
Aber wie kommt man dahin, wie wird man Trader?
Hier einmal die typischen Stationen eines Traders aus meiner Sicht, unter der Prämisse, dass man nicht nach irgendeiner Phase aufgibt - der eine oder andere mag sich wiederfinden:
PHASE 1 - MICH INTERESSIERT DIE BÖRSE
- Erstes Interesse für die Börse,
- Kauf der ersten Literatur,
- Erste Informationsbeschaffung im Internet,
- Kontoeröffnung (Demo oder Real) mit ersten Gehversuchen.
PHASE 2 - ICH KENNE DIE BÖRSE UND DIE AKTEURE
- Trading ist anders als einfach nur ein paar Aktien kaufen,
- passive oder aktive Teilnahme an Blogs/ Communities,
- Kontakt zu andern Tradern aufbauen,
- andere versuchen für das was ich mache zu begeistern,
- erstes Verständnis entwickeln für die Märkte,
- Methodentraining: technische Analye, News, Mondzeiten, etc.
PHASE 3 - DIE REALITÄT IST HART
- Trading ist etwas ganz besonderes, etwas elitäres,
- ich bin stolz ein Trader zu sein,
- oh man, was erzählen die Laien immer nur von der Börse, die haben doch keine Ahnung,
- ich kann jetzt schon viel und brauche Praxiserfahrung,
- erste Gewinne, aber die Verluste fressen alles auf.
PHASE 4 - ICH BIN TRADER UND WEISS BESCHEID
- irgendetwas lief falsch,
- ich braucht einen neuen Ansatz,
- ich versuche viele neue Ansätze zu lernen und zu verstehen,
- ich lerne aus meinen Fehlern,
- es läuft besser als vorher.
- ich kann sogar in kleinsten Zeitebenen handeln.
PHASE 5 - REVISION
- eigentlich habe ich mir alles anders vorgestellt,
- ich war nicht ehrlich zu mir, ich wollte viel Geld mit wenig Arbeit,
- der Arbeitsaufwand ist immens,
- ich brauche mehr Geld, um mehr Gewinne zu erzielen,
- ich brauche mehr Zeit.
PHASE 6 - JETZT ODER NIE
- ich teste tausend neue Systeme und Ansätze,
- ich bin nahe dran, bekomme aber die Verluste einfach nicht in den Griff,
- ich bin nicht schlecht aber auch nicht wirklich gut,
- wo will ich wirklich hin?
PHASE 7/ 8/ 9 - SELBSTFINDUNG
Diese Phasen stehen symbolisch für viele individuelle Prozesse, die hier ablaufen. Dazu gehören weitere Ausbildungsschritte, psychologische Schulungen, Krisen, Verluste, Therapien, etc. Hier passiert etwas magisches, etwas was den Trader aus der Tiefe erhebt und ihm den letzten Schliff gibt. Es ist zu vergleichen mit dem Bestehen einer Prüfung: Unmittelbar nach der Prüfung weiss man nicht mehr als vorher und dennoch ist das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen enorm angestiegen.
Die Leser, die von diesem Blog profitieren möchten, sollten ungefähr in Phase 6 angekommen sein; denn die Phasen 7, 8, 9 werde ich in den nächsten Wochen und Monaten detaillierter beschreiben. Viele hören genau an dieser Stelle auf und nur wenige erklimmen die letzten Hürden.
PHASE 10 - TRADER
- ich habe die Geheimnisse entdeckt,
- es ist das Spiel der Spiele,
- liebe Dein Geld wie ein Kind: hege und Pflege es und lass' es gehen wenn es will,
- ich habe keine Angst vor dem Totalverlust,
- ich habe keine Angst zu versagen,
- ich habe keine Angst vor morgen; es läuft einfach - ich bin jedes mal aufs Neue erstaunt, dass ich kein Superheld bin. Ich will unbedingt einen neuen Job, ich brauche Veränderung.
... und dann wird es ruhig .... :-)
Übung:
Finde Dich in einer der Phasen; sollte es Überschneidungen geben - wähle das Mittel aus der niedrigsten und höchsten in Abhängigkeit von der Anzahl der zutreffenden Punkte.
Selbstbewusstsein ist wichtig, Bescheidenheit ist kein Fehler.
Übung:
Finde Dich in einer der Phasen; sollte es Überschneidungen geben - wähle das Mittel aus der niedrigsten und höchsten in Abhängigkeit von der Anzahl der zutreffenden Punkte.
Selbstbewusstsein ist wichtig, Bescheidenheit ist kein Fehler.
Mittwoch, 25. August 2010
Positionsgröße und Risiko - tausendmal gelesen, nie verstanden.
Die Positionsgröße und das Risiko sind zwei Schlüssel zum Erfolg. Wer diese Komponenten missachtet ist schneller pleite als geplant. Es gibt allerdings eine Einschränkung - und da wären wir wieder bei den typischen Börsenweisheiten. Ohne "reich" näher zu definieren, möchte ich hier mal ein einfache Faustregel angeben:
Wenn Trader "Williams" schnell reich werden will, sind die Parameter Risiko und Positionsgröße nicht relevant - einzig die Fähigkeiten des Traders sind ausschlaggebend. Der Trader muss sich jeder Zeit im Klaren sein, dass sein Weg ganz schnell zum Totalverlust führen kann. Solltet Ihr also einen Trader beobachten, der aus 500 oder 1000 Euro eine Millionen ertraden will, so verurteilt ihn nicht wegen seines Risikos und seiner Positionsgrößen sondern bewundert ihn wenn es funktioniert und lacht mit ihm wenn es in die Hose geht - das sollte ein guter Trader bei diesem Einsatz verkraften.
Wenn Trader "Dagobert" langsam reich werden möchte sind die Parameter Risiko und Positionsgröße relevant. Der Trader setzt auf Zeit und den Zinseffekt und dabei ist es wichtig, dass Kapital zu erhalten. Die Trades haben wesentlich weniger Glücks-Charakter als die des Trader-Williams. Solltet Ihr also einen Trader sehen, der nur minimale Performance erreicht, lacht ihn nicht aus sondern betrachtet die gesamte Historie und bewundert (im guten Fall) seine Disziplin und Ruhe. Diese Trader benötigen länger um zu Geld zu kommen, allerdings sparen sie sich meist die Erfahrung eines Riesen-Drawdowns oder eines Margin-Calls.
Natürlich lässt sich das ganze noch auf andere Parameter wie Drawdown oder ähnliches erweitern, ich denke aber, es wird klar, was ich aussagen will:
No Risk, no Fun! Wer also an seinem Geld hängt und nicht bereit ist, 500 bis 5000 Euro einfach mal zu "opfern", sollte niemals der Versuchung erliegen "schnell reich werden zu wollen" - das geht so nicht. An dieser Stelle haben es besonders die erfahrenen Trader schwer, die schon lange dabei sind aber nie in Summe Gewinne fahren - sie haben einfach die Nase voll von Verlusten und die Risikobereitschaft sinkt massiv - ich kenne nicht wenige, die nur noch traden, um irgendwann mal wieder Ihre Verluste der Vergangenheit auszugleichen.
Fazit:
Keine Regel, keine Börsenweisheit darf für sich allein betrachtet werden. Ohne zu wissen, wo man eigentlich hin will, darf man diese Dinge nicht als gegeben und gültig hinnehmen. "Was will ich?" ist die Kernfrage, die beantwortet werden muss. Es nützt einem nichts, sich den sichersten Tresor zu kaufen, wenn man nichts hat, was man reinlegen kann.
Wenn Trader "Williams" schnell reich werden will, sind die Parameter Risiko und Positionsgröße nicht relevant - einzig die Fähigkeiten des Traders sind ausschlaggebend. Der Trader muss sich jeder Zeit im Klaren sein, dass sein Weg ganz schnell zum Totalverlust führen kann. Solltet Ihr also einen Trader beobachten, der aus 500 oder 1000 Euro eine Millionen ertraden will, so verurteilt ihn nicht wegen seines Risikos und seiner Positionsgrößen sondern bewundert ihn wenn es funktioniert und lacht mit ihm wenn es in die Hose geht - das sollte ein guter Trader bei diesem Einsatz verkraften.
Wenn Trader "Dagobert" langsam reich werden möchte sind die Parameter Risiko und Positionsgröße relevant. Der Trader setzt auf Zeit und den Zinseffekt und dabei ist es wichtig, dass Kapital zu erhalten. Die Trades haben wesentlich weniger Glücks-Charakter als die des Trader-Williams. Solltet Ihr also einen Trader sehen, der nur minimale Performance erreicht, lacht ihn nicht aus sondern betrachtet die gesamte Historie und bewundert (im guten Fall) seine Disziplin und Ruhe. Diese Trader benötigen länger um zu Geld zu kommen, allerdings sparen sie sich meist die Erfahrung eines Riesen-Drawdowns oder eines Margin-Calls.
Natürlich lässt sich das ganze noch auf andere Parameter wie Drawdown oder ähnliches erweitern, ich denke aber, es wird klar, was ich aussagen will:
No Risk, no Fun! Wer also an seinem Geld hängt und nicht bereit ist, 500 bis 5000 Euro einfach mal zu "opfern", sollte niemals der Versuchung erliegen "schnell reich werden zu wollen" - das geht so nicht. An dieser Stelle haben es besonders die erfahrenen Trader schwer, die schon lange dabei sind aber nie in Summe Gewinne fahren - sie haben einfach die Nase voll von Verlusten und die Risikobereitschaft sinkt massiv - ich kenne nicht wenige, die nur noch traden, um irgendwann mal wieder Ihre Verluste der Vergangenheit auszugleichen.
Fazit:
Keine Regel, keine Börsenweisheit darf für sich allein betrachtet werden. Ohne zu wissen, wo man eigentlich hin will, darf man diese Dinge nicht als gegeben und gültig hinnehmen. "Was will ich?" ist die Kernfrage, die beantwortet werden muss. Es nützt einem nichts, sich den sichersten Tresor zu kaufen, wenn man nichts hat, was man reinlegen kann.
Samstag, 21. August 2010
Urlaub vorbei
Die kommende Woche werde ich noch nicht traden sondern mich erst einmal orientieren. Ich werde schauen, wie sich die Märkte verhalten und meine Systeme und Templates anpassen. Wesentliche Änderungen der Preise, extreme Bewegungen oder Volumina konnte ich auf den ersten Block nicht feststellen, von daher erwarte ich auch keine Überraschungen bzgl. der Performance der nächsten Wochen.
Ich bin erfreut, dass mein Chart-Template bei einigen Leuten Anklang gefunden hat; der eine oder andere scheint ja nun auch schon seinen Nutzen daraus zu ziehen - ... dann wartet mal, bis die richtigen kommen :-).
Inzwischen werde ich die bunte Trader-Welt wieder um ein paar kleine Artikel bereichern ...
Ich bin erfreut, dass mein Chart-Template bei einigen Leuten Anklang gefunden hat; der eine oder andere scheint ja nun auch schon seinen Nutzen daraus zu ziehen - ... dann wartet mal, bis die richtigen kommen :-).
Inzwischen werde ich die bunte Trader-Welt wieder um ein paar kleine Artikel bereichern ...
Montag, 19. Juli 2010
Sommerferien
Der Blog ist gut vorangekommen, auch wenn ich noch nicht die Artikelzahl erreicht habe, die ich mir persönlich gewünscht hätte - aber es gibt ja keinen Grund zur Eile. Ich werde jetzt ca. 2-3 Wochen nicht traden und ausgiebig Urlaub machen. In dieser Zeit gibt es auch keine Twitter-Signale, da ich den Server von unterwegs nicht regelmäßig auf ordnungsgemäßes Arbeiten prüfen kann.
Es kann allerdings sein, dass ich den einen oder anderen Artikel per Mail veröffentliche, nicht aber auf die Kommentare (wenn vorhanden) reagiere, das hole ich dann nach meinem Urlaub nach.
Wie ich erwartete, haben sich viele Leser eingefunden und darunter bereits auch ein paar wirklich schätzenswerte Kommentatoren. Ich danke Euch daher an dieser Stelle schon mal ausdrücklich für Euer Interesse und für die zum Teil sehr nachhaltigen und kompetenten Anmerkungen und Ergänzungen. Ich freue mich besonders, dass meine etwas polarisierenden Artikel nicht nur Zweifler hervorgerufen haben, sondern dass es auch einige gibt, die die Dinge vielleicht ähnlich sehen.
Die Blog-Landschaft ist eine skurrile Welt; man findet viele Gleichgesinnte auch über das eigentliche Thema des Blogs hinaus, lockt aber auch unzählige Leser an, die ohne etwas von sich zu geben (und damit meine ich kein Geld) aufspringen möchten und nicht selten Forderungen an die Blogger stellen, die mehr als ungerechtfertigt sind.
An dieser Stelle richte ich mich jetzt an die angehenden Trader, die hier mitlesen und auch schon diverse Fragen gestellt haben: Wenn Ihr Euch mehr für die Trades interessiert als für das Drumherum übt Euch in Geduld! Bevor Ihr fragt lest den Blog und/ oder nutzt die Blog-Suche. Ich werde nach meinem Urlaub keine Fragen mehr beantworten, die schon vorher thematisiert oder bereits vollständig erklärt wurden.
Ich bin gerne bereit in meiner Freizeit zu helfen, aber ich bitte an dieser Stelle zu berücksichtigen, dass ich das hier als Hobby sehe und nicht hochprofessionell sofort Rede und Antwort stehe. Ich habe ein erfülltes, stressfreies Leben und das soll auch so bleiben. Ich will damit sagen: Den Zeitplan für alles was ich hier mache gebe ich selbst vor und auch wenn der eine oder andere gerne schon jeden Trade morgen live nach handeln will und sich schon in Monaco sieht, sollte jedem bewusst sein, dass es so nicht langfristig funktioniert. Ihr müsst Euern eigenen Weg finden, meiner ist nur zu Anschauung und zum Lernen - Menschen sind nicht kopierbar (noch nicht)!
Schöne Urlaubs- und Ferienzeit für alle und bis bald ...
Es kann allerdings sein, dass ich den einen oder anderen Artikel per Mail veröffentliche, nicht aber auf die Kommentare (wenn vorhanden) reagiere, das hole ich dann nach meinem Urlaub nach.
Wie ich erwartete, haben sich viele Leser eingefunden und darunter bereits auch ein paar wirklich schätzenswerte Kommentatoren. Ich danke Euch daher an dieser Stelle schon mal ausdrücklich für Euer Interesse und für die zum Teil sehr nachhaltigen und kompetenten Anmerkungen und Ergänzungen. Ich freue mich besonders, dass meine etwas polarisierenden Artikel nicht nur Zweifler hervorgerufen haben, sondern dass es auch einige gibt, die die Dinge vielleicht ähnlich sehen.
Die Blog-Landschaft ist eine skurrile Welt; man findet viele Gleichgesinnte auch über das eigentliche Thema des Blogs hinaus, lockt aber auch unzählige Leser an, die ohne etwas von sich zu geben (und damit meine ich kein Geld) aufspringen möchten und nicht selten Forderungen an die Blogger stellen, die mehr als ungerechtfertigt sind.
An dieser Stelle richte ich mich jetzt an die angehenden Trader, die hier mitlesen und auch schon diverse Fragen gestellt haben: Wenn Ihr Euch mehr für die Trades interessiert als für das Drumherum übt Euch in Geduld! Bevor Ihr fragt lest den Blog und/ oder nutzt die Blog-Suche. Ich werde nach meinem Urlaub keine Fragen mehr beantworten, die schon vorher thematisiert oder bereits vollständig erklärt wurden.
Ich bin gerne bereit in meiner Freizeit zu helfen, aber ich bitte an dieser Stelle zu berücksichtigen, dass ich das hier als Hobby sehe und nicht hochprofessionell sofort Rede und Antwort stehe. Ich habe ein erfülltes, stressfreies Leben und das soll auch so bleiben. Ich will damit sagen: Den Zeitplan für alles was ich hier mache gebe ich selbst vor und auch wenn der eine oder andere gerne schon jeden Trade morgen live nach handeln will und sich schon in Monaco sieht, sollte jedem bewusst sein, dass es so nicht langfristig funktioniert. Ihr müsst Euern eigenen Weg finden, meiner ist nur zu Anschauung und zum Lernen - Menschen sind nicht kopierbar (noch nicht)!
Schöne Urlaubs- und Ferienzeit für alle und bis bald ...
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